13.12.2016: Meine liebsten Bücher 2016

Ich versuche mir ja immer wieder, etwas Neues für euch zu überlegen. Demnächst wird es wieder einen tollen Rezensionstag geben, auf den ich mich sehr freue, geniale Autoren kommen auch in der zweiten Hälfte des Adventskalenders vor und allerlei anderes habe ich mir ausgedacht. Heute möchte ich mit euch zurückblicken.

Zurück zu den Büchern, die ich dieses Jahr einfach umwerfend fand und die ihr euch gerne noch schnell auf eure Weihnachtswunschliste setzten könnt – oder selbst verschenken wollt. Dabei will ich nicht in Genres ordnen, sondern gehe chronologisch nach der jeweiligen Rezension vor.

Ich liebe diese Bücher:

Die Geschichte des Regens von Nial Williams: klug, berührend, etwas verrückt und absolut fesselnd. „Mir persönlich hat Die Geschichte des Regens sehr gut gefallen, ein ungewöhnlicher, toller Stil, der hier und da mal ins pseudowissenschaftliche abgeleitet, an anderer Stelle mystisch wird und so unbeständig wie die Handlung und der Regen selbst. “ Eine tolle Rezension habe ich außerdem bei Radiergummi gefunden.

The Color of Magic von Terry Pratchett: ohne Worte. Ich liebe Pratchetts Bücher und trauere immer noch um dieses Genie. The Color of Magic ist das erste Buch der Scheibenweltromane und einfach grandios. „Ein Reichtum an Ansätzen und Ideen, eine Fülle, die aus den Seiten geradezu herauszuquellen droht und gerade deswegen manchmal zu viel ist. Kein anderes Buch hätte die Scheibenwelt zu der werden lassen, zu der sie geworden ist, obwohl der rote Faden in den anderen Geschichten klarer, strukturierter und weniger zerstreut ist.“ Eine weitere Meinung findet ihr bei Archive of Longings.

Nebelring – die Magie der Silberakademie von Anna Moffay ist eine Fortsetzung, auf die ich lange gewartet habe. „Waren im ersten Band die Grenzen und Gut und Böse noch klar ausgelotet, hier verschwimmen sie und sorgen für Stoff zum Nachdenken bei Zoe wie beim Leser.“ Die Bücherfüchsin hat den Roman auch rezensiert.

Wow, das waren alles so gute Bücher

Der Araber von morgen (2) von Riad Sattouf: ebenfalls eine Fortsetzung. Den zweiten Teil der Graphic Novel hatte ich sehnlichst erwartet und wurde nicht enttäuscht. „Der zweite Band knüpft nicht nur inhaltlich an den ersten an, sondern führt die Mischung aus kindlichen Eindrücken und realistischen Zeichnungen weiter. Dieser Blick ist faszinierend und brandaktuell, denn hier werden gleichzeitig Aussagen des Vaters und anderer Mitmenschen von Riad als glaubhaft und positiv vom Kind selbst bewertet, in den Zeichnungen aber zeigt sich die eigentliche Tragweite.“ Litblogkoeb hat auf das Buch ebenfalls einen Blick geworfen.

Zwei für immer von Andy Jones hat mich Anfang des Jahres sehr bewegt. „Hier ist die Liebe so glaubwürdig und realistisch in das Leben der Figuren eingewoben, dass der Roman weder eindrucksvoll am Leser vorüberziehen kann, noch unglaubwürdig romantisiert ist. “ Dieses Buch hat auch die Rabenmutti gelesen.

#regrettingmotherhood von Orna Donath war für mich eines der besten Sachbücher des Jahres. „#regretting motherhood ist meiner Meinung nach ein wichtiger Beitrag für die Debatte zur Mutterrolle und für die stetige Entwicklung dessen, was wir unter dem Begriff Mutter verstehen.“ Derreinewaschblog hat dieses Buch außerdem rezensiert.

So viele geniale Bücher in 2016

Shlock is my name von Howard Jacobson habe ich dieses Jahr als Pflichtlektüre bezeichnet. „Die Mischung, die Jacobson hier aus dem Original des Kaufmanns von Venedig, seinem eigenen Stil und Thema schafft, zeigt nicht nur, wie gelungen Klassiker in die Moderne überführt werden können, ohne dass Stil, Handlung oder Spannung leiden.“ Dieses Buch wurde  auch auf der Belletristik-Couch besprochen.

Das letzte Nashorn von Lodewijck van Oord habe ich auch empfohlen. „Das letzte Nashorn ist ein kluges Buch, gut geschrieben, nicht per se anklagend, hetzerisch, fanatisch dem Tierschutz zugeschrieben. Sehr subtil setzt es Zeichen, zeigt Vergleiche und Verbindungen auf hinter der Geschichte um das letzte Nashorn, das hier leider auch nur Mittel zum Zweck ist. Sehr lesenswert.“ Eine andere Rezension habe ich auf der Bücherfansite gefunden.

Wir kommen von Ronja van Rönne war ebenfalls ein großartiges Erlebnis. „Wir kommen hat gerade durch seine bodenständigen Themen Alltagswert, so abgehoben die Handlung auch manchmal wirkt.“ Einen tollen Beitrag dazu gibt es auf Literatourismus.

Weil wir Flügel haben von Vanessa Diffenbaugh hat mich ziemlich überrascht. „Eine wundervolle Lektüre, mal leicht, mal schwer, mal kribbelnd, mal zerstörerisch und immer ein Genuss, zu lesen.“ Auch bei Büchertatzen könnt ihr eine Rezension dazu lesen.

Hmm, irgendwie ist erst Halbzeit in meiner Bücher-Liste^^

Unterleuten von Juli Zeh war für mich so ziemlich DAS Buch des Jahres. „Ein mitreisender, ein großartiger und bewegender Roman, der Mensch und Gesellschaft auf eine einmalige Art und Weise zeigt, das Böse im Kleinen, das Richtige im Aufgeben, die Hoffnung im Ende. Jeder sollte dieses Buch gelesen haben.“ Auch die Buchbloggerin war von diesem großartigen Roman begeistert.

Feuerhauch von Diana Dettmann ist der zweite Teil der ELEMENTAR-Reihe und meiner Meinung nach der beste. „Kein romantischer Kitsch, sondern realistische Gefühlswelten, Päckchen, die getragen werden müssen und nicht zuletzt ein Krieg, der bevor steht. All das bringt Diana Dettmann einfach nur großartig in Feuerhauch zusammen. Ich bin begeistert.“ (Hier habe ich beim schnellen googlen keine andere Rezension gefunden, das kann aber gar sein, oder?)

Die maskierte Stadt von Genevieve Cogman habe ich regelrecht verschlungen. „Aus meiner Sicht ist es für alle, die Bücher lieben eine klare Empfehlung. Ein bisschen Krimi, Fantasy, Agentengeschichte. Ein großer Topf und ein leckeres Ergebnis für meinen Lesegeschmack. Mehr davon bitte.“ Bei Fantasybuch.de ist der Blick da schon kritischer.

Ähem, meine Bücher-Liste wird ja immer länger

Warum ein Leben ohne Goethe sinnlos ist habe ich bei Stefan Bollmann erfahren. „Er zeigt, warum unser Leben in so vielen Bereichen ohne Goethe nicht das gleiche wäre. Und dass Goethe lohnt, besonders in diesem Buch.“ Auch Wortlichter hat dieses tolle Sachbuch rezensiert.

Der weite Raum der Zeit von Janette Winterson war ebenfalls ein Hochgenuss. „Es ist große Literatur mit Gefühl und Realitätssinn. Eifersucht, Rache, Vergebung, Sehnsucht, Trauer, Hoffnung, Liebe. Alles zwischen zwei Buchdeckel und selten habe ich diese Elemente in so einer stimmungsvollen Komposition gesehen. Lesen!“ Bei madeofstil habe ich eine tolle Rezension zu diesem Buch gesehen.

Die Spuren meiner Mutter von Jodi Picoult war einfach ein großartiges Spiel aus Erwartungen, Gefühlen und Spannung. „Die Spuren meiner Mutter ist ein sehr gutes Buch über Suche, Trauer, Sehnsucht, Liebe und Schuld. Ein Buch über Elefanten und über Menschen. Ich kann es nur empfehlen, ausnahmslos.“ Primaballerina sah das wohl ganz genau so.

Und noch ein paar Bücher

Die Nachtigall von Kristin Hannah hat gerade bei dem schweren Thema Zweiter Weltkrieg eine tolle Geschichte geliefert. „Das Buch fesselt und liest sich flüssig. Fortlaufende Motive werden eingebunden. Immer wieder wichtig wird die Erinnerung neben der das Vergessen steht. Das Überleben neben dem Tod. Die Liebe neben der Angst vor Verlust. Eine bewegende Geschichte, die schleunigst auf eure Leseliste sollte.“ Auch Buchverrückt war begeistert.

Here I Am von Jonathan Safran Foers ist gerade erst auf Deutsch erschienen. Ich habe das englische Original gelesen und musste mehr als nur einmal schlucken. „Der Roman ist ein sehr nachdenklicher und sehr guter Roman. Nicht immer ist er leicht zu lesen und noch weniger leicht zu verdauen. Doch er hat eine immense Tiefe und so viele Punkte, die ich liebend gerne analysieren würde. Es ist ein dichtes Buch, das viel Reflektion zeigt und komplex aufgebaut ist. Aber es ist es wert! Versprochen.“ The Beauty and the Book sah das aber ganz anders.

Confidence Code von Katty Kay und Claire Shipman hat mir teilweise richtig die Augen geöffnet. „Ich fand Confidence Code sehr interessant und betrachte nach dem Lesen mein eigenen Auftreten durchaus anders.“ Auch auf dem Lesesofa wurde dieses Buch besprochen.

Omni von Andreas Brandhorster hat mich richtig mitgerissen und zum Nachdenken gebracht. „Die Figuren entwickeln sich und beenden ihr Abenteuer auf unterschiedliche Weisen. Dabei treten durchaus auch philosophische Fragen auf, wie die, wann eine Macht eingesetzt werden darf, wenn sie sich dadurch einmischt, aber Leben rettet.“ Bei Teilzeithelden habe ich zu diesem Buch auch eine gute Rezension gefunden.

Nicht vergessen

Hui, das war ein richtiger Schwung, oder? Aber kürzer konnte ich mich dann auch nicht fassen. Ich hoffe, für euch war etwas Interessantes dabei. Wenn ihr mich jetzt noch einen Kommentar hinterlasst, wandert ihr in den Lostopf für das zweite Wochenpäckchen. Achtet auf die Teilnahmebedingungen des Adventskalenders.

Kommentare

  1. Liebe Eva,
    darauf habe ich auch schon hier bei dir gewartet! hihi Es gibt einige Überschneidungen mit meinem Lesen, wie z.B. „Die Nachtigall“, „Unterleuten“ und „Zwei für immer“. Beim Letzteren gehen unsere Meinungen auseinander. Ich konnte die beiden Hauptprotas nicht mehr ertragen. Sie gingen mir tatsächlich echt auf die Nerven. Erst der Schluss konnte noch einiges herausreißen. „Here I am“ steht noch auf meiner Leseliste (auf Deutsch) sowie „Der Araber von morgen“, beide Bände. „Omni“ reizt mich auch. Den Rest, bis auf die Schriftstellerin Picoult kenne ich nicht. Was mich aber auch total interessiert hat ist das regrettingmotherhood! Ein faszinierendes Thema, zu dem ich einige Berichte gelesen und mir auch so meine Gedanken gemacht hatte. Das Buch wäre bestimmt auch was für mich.
    Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal einen Jahresrückblick gemacht. Hat mich viel Zeit und Mühe gekostet, war aber toll, das Jahr nochmal revue passieren zu lassen, da ich nicht alles gelesene auch rezensiert habe. Manche Bücher hatte ich total vergessen. Wenn du mal Zeit und Lust hast, kannst ja mal vorbeischauen.
    Danke jedenfalls, für deine Mühe und die tolle Auswahl! Wieder mal wünsch ich dir ne gute Nacht, vielleicht schaff ich es die Woche auch mal mit Guten Morgen. 😉
    Herzlichst, das monerl

  2. Huhu liebe Eva,
    tolle Bücher hast du da aufgelistet, die ich mir sicher noch einmal in Ruhe anschauen werde. Ist spannend zu sehen, wie unterschiedlich manche Geschmäcker sind. Von den meisten Büchern, die du beschreibst, hatte ich noch nichts gehört.
    Danke für die Liste und ganz liebe Grüße
    Martina Suhr

  3. Leider kenne ich keines der Bücher, aber ich denke mal, dass ich „Die Nachtigall“ noch lesen werde. Ich liebäugele schon eine ganze Weile mit dem Buch. Wieder so ein Geschenk, das ich mir selber machen werde und dazu eine neue Sorte Tee aus dem Teeladen. Das Leben kann so schön sein.

  4. aleshanee75

    Guten Morgen!

    Meine Challengeseite ist online und damit auch das erste Motto für den Januar 😉
    Auch findest du dort die Tabelle mit den Punkten, die ich dann immer am 11. des Folgemonats auf den neuesten Stand bringe; deshalb bitte alles was du zum Motto liest auf deiner Challengeseite bis zum 10. aktualisieren!

    Ich bräuchte dann auch deine neue Challengeseite bis Ende des Jahres!

    Ich wünsch dir viel Spaß 🙂

    Motto Challenge 2017

    Liebe Grüße, Aleshanee

Ich freu mich über eure Meinungen