06 – L.A. Gunn, last but not least

Der #WirlesenFrauen-Neujahrskalender präsentiert euch vom 1.12.2019 bis zum 6.1.2020 63 Autorinnen und ihre Werke. Lernt neue Schriftstellerinnen kennen und findet großartigen Lesestoff! Heute bei mir: L.A. Gunn, die den Kalender beendet.

Von Autorinnen und Diskriminierung

Autorin L.A. Gunn mit Schirm-Cordmütze
Autorin L.A. Gunn (Foto: privat)

Schreibtrieb:  Liebe L.A., mit dir geht heute eine ganz besondere Interviewreihe zu Ende. Der #WirlesenFrauen Neujahrskalender war eine kleine Idee, die am Ende ganz groß geworden ist, was mich so sehr freut. Wie ist das Verhältnis Autor/Autorin in deinem Bücherregal?
L.A. Gunn: Um ehrlich zu sein, habe ich nie groß darauf geachtet. Wenn ich die Regale jetzt überfliege, hält es sich im Großen und Ganzen die Waage, da inzwischen ja auch viele Autorinnen in der Fantasy vertreten sind.

Schreibtrieb: Empfiehlst du uns das Buch einer Autorin?
L.A. Gunn: Ich empfehle euch Unter einem Banner von Elea Brandt.



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Schreibtrieb: Wie schön! Elea hatten wir im Neujahrskalender auch schon zu Gast und sie ist wirklich eine geniale Autorin. Wurdest du als Frau schon einmal diskriminiert?
L.A. Gunn: Als Autorin noch nicht, aber im Beruf kam es schon öfter vor, ganz schlimm war es in der Schwangerschaft. Ich vermute mal vorsichtig, dass es den meisten Schwangeren so ergeht. Schwangere fallen öfter und länger aus, dabei geht es den Arbeitgeber nichts an, warum. Trotzdem wird dann schlecht geredet, verglichen und vor allem diskriminiert. Wenn man nicht mehr als 5 kg heben kann, wird man schief angeschaut. Es ist nun mal so, dass die Kollegen/Kolleginnen dann einen Schritt mehr gehen müssen, den man als Schwangere nicht mehr gehen kann und das wird (vor allem bei Kollegen/Kolleginnen, die diese Erfahrung noch nicht gemacht haben) oft von Missgunst begleitet. Kommt man nach der Elternzeit zurück bleibt ein komisches Gefühl. Eine Lose-Lose Situation für beide Seiten.
Der Umgang mit Schwangeren sollte in Führungspositionen auf jeden Fall zum Thema gemacht werden.

Guerilla-Schreiben

Schreibtrieb: Auf jeden Fall und nicht nur bei denen! Schreibst du nach (Zeit-)Plan?
L.A. Gunn: Nein, ich bin eher so der Guerilla-Schreiber. Meine Zeitfenster, in denen ich wirklich schreiben kann, sind sehr klein. Also ich schreibe auch mal mehrere tausend Wörter, wenn ich die Möglichkeit habe und dann wochenlang nichts.

Schreibtrieb: Woran schreibst du gerade?
L.A. Gunn: Neben Band 2 von London’s Lost schreibe ich gerade an einer Dystopie. Es ist ein Herzensprojekt und es geht langsam vorwärts. Diese Geschichte will mit der Hand geschrieben werden und deshalb habe ich überall meine Schreibsachen dabei. Ich setze mich nicht unter Druck.

Schreibtrieb:  Mögen deine Figuren Weihnachten?
L.A. Gunn: Bisher hatte ich noch nicht die Möglichkeit, das einzubauen, aber für den nächsten Band habe ich es mir fest vorgenommen. Hier wird Weihnachtswichtel auf Grinch treffen. Das sieht meinen beiden Protagonistinnen ähnlich. Mein Mann und ich sind übrigens genauso – er ist in dem Fall der Grinch.

ein merkwürdiger Fall

Schreibtrieb: Dann hat er jetzt ja Zeit, sich von Weihnachten zu erholen. Wem sollte man dein Buch schenken?
L.A. Gunn: Bei Sherlock Holmes Fans ist es gut aufgehoben, aber auch bei allen, die ein Faible für merkwürdige Fälle oder witzige Protagonistinnen haben.  

Schreibtrieb: Meine Liebe, unsere Zeit ist schon wieder zu Ende. Ich bin fast wehmütig, denn damit endet auch der #WirlesenFrauen Neujahrskalender. Danke, dass du dabei warst. Lass uns zum Schluss noch ein paar Assoziationsfragen stellen.
Mit Sahne oder ohne: ohne
Tee oder Kaffee: Tee
Sofa oder Sessel: Sessel
Märchen oder Thriller: Thriller
Lila oder Orange: Lila

Verlorenes London

Ein Taschenbuch von London’s Lost hat L.A. Gunn euch heute mitgebracht. Verratet mir, was euch am Neujahrskalender gefallen hat und was ihr gerne anders gehabt hättet und schon landet ihr im Lostopf. Das Gewinnspiel läuft bis zum 13.01.20 und der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Eine kurze Leseprobe findet ihr weiter untern.



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Holmes’ Baker Street Kriminalpolizei hat zwei neue Ermittlerinnen!

London, Ende des 19. Jahrhunderts.
In dieser von Misstrauen und Furcht geprägten Zeit wächst das Straßenkind June auf – unter der Obhut von niemand geringerem als Sherlock Holmes, in dessen Fußstapfen sie einmal treten möchte. Als sie auf Lihla, ein Mädchen aus der Oberschicht trifft, entdecken sie ihre gemeinsame Leidenschaft: Die Aufklärung ungewöhnlicher Begebenheiten. Aber nicht nur auf Londons Straßen geht es merkwürdig zu. Auch Lihlas Vater scheint irgendetwas vor ihr zu verbergen. Eine geheime Polizeiakte taucht auf und alle Spuren führen zu dem Serienkiller „Jack the Ripper“.
Band 1 der Reihe

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Leseprobe
„Guten Tag, mein Name ist Delihla Victoire und ich-“
„Hast du gerade wirklich einen Knicks gemacht?“
„Ja, warum auch nicht? Jedenfalls wollte ich sagen, dass-“
„Die können uns doch gar nicht mal sehen, Lihla.“
„Das ist doch völlig egal, ob sie mich sehen. Es schickt sich einfach. Was sich übrigens nicht schickt, ist, eine Lady ständig zu unterbrechen.“
„Verzeihung, Prinzessin. Ich werde mich nächstes Mal um mehr Haltung bemühen.“
„Jedenfalls wohne ich mit meinem Vater und meiner Grandma in einem-“
„Laaaangweilig!“
„Weiß du was, du kannst mich langsam gernhaben!“
„Nanana, Ich glaube nicht, dass diese Wortwahl angemessen ist.“
„….“
„Ich bin June! Und mein Leben ist viel interessanter! Ich wohne nämlich bei Mr. Holmes und löse richtige Kriminalfälle.“
„Du wohnst erstens in seinem Hinterhof und zweitens sind Mrs Hudsons verlorene Strümpfe aus der Latrine fischen, keine Kriminalfälle…“
„Zu wissen, wo auf dem Tisch der Dessertlöffel liegt, ist natürlich wesentlich spannender.“
„Im Gegensatz zu dir habe ich eben gelernt, mit Besteck zu essen!“
„Gleich zeig ich dir mal, was ich so gelernt habe!“
„Aaah, nicht!! Mein Zopf! Du bist doch wirklich eine dumme Ziege!“
„Und du eine dumme Kuh!“
„June, Lihla? Ich könnte hier etwas Hilfe gebrauchen!“
„Wir kommen sofort Mister Holmes!“

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