minyak dagu pornhub premium account 21 - Elea Brandt zur Sache - ~Schreibtrieb~

21 – Elea Brandt zur Sache

Der #WirlesenFrauen-Neujahrskalender präsentiert euch vom 1.12.2019 bis zum 6.1.2020 63 Autorinnen und ihre Werke. Lernt neue Schriftstellerinnen kennen und findet großartigen Lesestoff! Heute bei mir: die großartige Elea Brandt, die nicht nur Feines für den Kopf, sondern auch für den Bauch mitgebracht hat.

Barrieren abbauen!

Autorin Elea Brand, sidecut, blondierte Haare, ernster Blick zur Seite weg
Autorin Elea Brandt will Barrieren abbauen (Fotot: privat)

Schreibtrieb: Liebe Elea, willkommen im #WirlesenFrauen Neujahrskalender. Ich kenne dich als engagierte Autorin und Feministin. Was bedeutet „Feminismus“ für dich?
Elea Brandt: Feminismus ist für mich der Kampf für Selbstermächtigung und Entscheidungsfreiheit. Mein Wunsch als Feministin ist es, dass alle Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht, die Möglichkeit haben, sich frei und ohne Zwang für den Lebensweg zu entscheiden, den sie gehen wollen. Das funktioniert aber nur, wenn wir strukturelle Barrieren abbauen und Gewalt gegen Frauen, queere Menschen und (Mehrfach-)Marginalisierte bekämpfen. Literatur kann eine laute, mächtige Stimme in diesem Kampf sein.

Schreibtrieb: Glaubst du, Frauen schreiben anders als Männer und andere?
Elea Brandt: Sicher gibt es Unterschiede, es wäre merkwürdig, wenn es nicht so wäre. Wir wachsen damit auf, dass Menschen abhängig vom Gender unterschiedliche Erwartungen an uns stellen, sei es im familiären Umfeld, im Beruf oder auch in der Literatur. Diese Erwartungen können selbsterfüllende Prophezeiungen werden. Trotzdem bin ich überzeugt, dass jeder Mensch, unabhängig vom Geschlecht, alles schreiben kann – gut, schlecht, gefühlvoll, dramatisch, actiongeladen, nachdenklich, romantisch und so weiter. Problematisch finde ich eher, dass der Buchmarkt nach wie vor dazu tendiert, typisch „weibliche“ Themen abzuwerten (Stichwort „Frauenliteratur“), typisch „männliche“ hingegen aufzuwerten. Ich würde mir wünschen, dass wir uns langfristig von diesen Stereotypen und binären Denkmustern lösen können.

Es wird lecker!

Schreibtrieb: Dein Lieblingsgetränk für kalte Wintertage?
Elea Brandt: Nicht-Alkoholisch bevorzuge ich Tee in allen Formen und Farben, am liebsten mit exotischen Früchten, Minze oder Beeren. Was alkoholische Getränke angeht, will ich im Winter ständig Punsch oder Glühwein trinken. Besonders gerne mag ich Hypocras, gezuckerten Rotwein mit Gewürzen, den man toll selber machen kann. Mein Lieblingsrezept steht am Ende dieser Leseprobe.

Schreibtrieb: Schreibst du nach (Zeit-)Plan?
Elea Brandt: Jein. Mit einem 30-Stunden-Brotjob ist der zeitliche Rahmen, der mir fürs Schreiben bleibt, in der Regel recht eng gesteckt. Ich setze mir trotzdem gerne Ziele, um zu wissen, was ich bis zu welchem Punkt erreicht haben möchte – aber leider bin ich oft ein wenig zu überambitioniert und scheitere dann an meinen eigenen Vorgaben. Daran muss ich noch arbeiten. Am produktivsten bin ich übrigens am (späteren) Vormittag, nur leider sitze ich da meistens in meinem Büro und nicht am Manuskript.

Schreibtrieb: Wie wichtig ist dir Vielfalt in deinen Geschichten?
Elea Brandt:
Sehr wichtig. Ich habe mich in den letzten Jahren viel damit beschäftigt und muss sagen, es hat mich und meine Bücher enorm bereichert, über Vielfalt nachzudenken. Ich habe angefangen, Geschlechterrollen, Heteronormativität oder Sprache in meinen Geschichten stärker zu hinterfragen und habe das Gefühl, mich von vielen Zwängen befreit zu haben, auch wenn der Weg noch weit ist. Die Phantastik ist ein Genre, in dem man alles denken, realisieren und weiterentwickeln kann – ich bin wirklich glücklich, diese Chance für mich erkannt zu haben.

Mutterschoß

Schreibtrieb: Hast du schon einmal Sensitivity Reading genutzt oder hast es vor?
Elea Brandt: Ja, habe ich tatsächlich. Im Winter wird Mutterschoß erscheinen, ein Grim-Dark-Fantasy-Thriller, dessen Protagonistin als Kind aus ihrer Heimat fliehen musste und in einer anderen Kultur aufwächst, in der sie für ihre Herkunft diskriminiert wird. Im Laufe des Romans ist mir klar geworden, dass mich diese Figur durch ihre spezifischen Lebensumstände an die Grenzen meines Vorstellungsvermögens gebracht hat, und mir war wichtig, hier jemanden um Unterstützung zu bitten, der einen authentischen Blick auf das Ganze hat. Zum Glück war meine wunderbare Kollegin Nora Bendzko bereit, diese Aufgabe für mich zu übernehmen, und ich habe das Gefühl, sie hat wirklich noch viel aus der Geschichte herausgeholt.

Schreibtrieb: Wem sollte man dein Buch schenken?
Elea Brandt: Etwas fies, zugegeben, aber ich würde mich freuen, wenn Leute meine Bücher lesen würden, die glauben, Diversität, gendergerechte Sprache oder „political correctness“ würden die Phantastik zerstören. Denn ich bin sicher, ich kann sie vom Gegenteil überzeugen, ganz egal, ob sie lieber märchenhafte Geschichten wie Sand & Wind mögen oder lieber düstere, blutrünstige Fantasy wie Opfermond.

Schreibtrieb: Danke, dass du mitgemacht hast, Elea. Am Ende stelle ich immer ein paar Assoziationsfragen. Auf geht’s.

Heiße Schokolade mit Marshmallows oder Eis mit Karamell: Auf jeden Fall Eis mit Karamell, ich liebe Eiscreme, auch im Winter bei -30 Grad, gar kein Problem, her damit.
Heizung oder Kamin: Ich träume ja von einem offenen Kamin oder einer großen Feuerstelle, am liebsten draußen, wo man selbst in kalten Nächten sitzen und sich Geschichten erzählen kann. Hach. Aber im Moment muss leider noch die Heizung herhalten.
Märchen oder Thriller: Öhm, beides? Na ja, zugegeben, Thriller reizen mich in der Regel mehr. Ich habe ein Faible für menschliche Abgründe, psychologische Gedankenspiele und moralische Dilemmata. Aber manchmal darf es auch ein Märchen sein, solange es nicht zu kitschig oder stereotyp ist.

Märchenhaftes

Sand und Wind zeigt eine orientalische Wüstenstadt
Märchenhaft: Elea Brandts Roman Sand und Wind

Elea Brandt hat ihren Roman Sand und Wind vorhin selbst als „märchenhaft“ beschrieben. Ihr habt nun die Gelegenheit, ein signiertes Exemplar zu gewinnen. Rezensionen findet ihr bei Welt aus Tinte und Papier und Literatopia. Auch Skoutz hat schon über Elea Brandt berichtet. Verratet mir, ob ihr eher Typ „Märchen“ oder Typ „Thriller“ seid und springt bis 28.12.19 in den Lostopf.

Klappentext:
Tief in der Wüste regt sich uralte Magie. Mit dem roten Sand fegt sie durch die Gassen der Stadt Zarbahan und enthüllt ein lange gehütetes Geheimnis.
Während der vorlaute Gauner Quiro seinen Lebensunterhalt mit Taschenspielertricks verdient, versucht der junge Schah Elis, den brüchigen Frieden im Land zu bewahren. Eines Tages begegnen die beiden einander – und die Ereignisse überschlagen sich. Elis verschwindet unter mysteriösen Umständen und Quiro findet sich mitten in den Ränkespielen der Mächtigen wieder, wo ihn jeder Fehler den Kopf kosten kann. Denn dunkle Kräfte ruhen im Wüstensand – und nur Quiro kann sie aufhalten.

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