Oh Mütter

Meine aktuell abgegebene Bachelorarbeit befasst sich mit der Mutterfigur in Werken Goethes. Auch meine Kolumne bei Face2Face hat Mütter zum Thema. Da aber aller guten Dinge drei sind, kommt hier als Sahnehäubchen ein Gedicht.

Oh Mütter, die ihr zahllos seid,
im Nehmen wie im Geben,
die ihr der Ewigkeit geweiht,
ihr schenkt uns allen Leben.

Oh Mütter, grausam euer Wort,
wenn unsre Tränen fließen.
Ihr gebt uns an die Welten fort
und könnt uns nicht genießen.

Oh Mütter, qualvoll euer Sein,
es gibt nichts zu bewahren,
die Mutterliebe ist nur Schein,
seid ihr denn auch Gefahren?

Oh Mütter, Hoffnung gibt es noch,
weil ihr noch immer magisch.
Fallt ihr auch tief, steigt ihr auch hoch,
seid Mütter und seid tragisch.

©Eva-Maria Obermann

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