minyak dagu pornhub premium account 23 - Luisa Ruthe, Hundenasen und heiße Schokolade - ~Schreibtrieb~

23 – Luisa Ruthe, Hundenasen und heiße Schokolade

Der #WirlesenFrauen-Neujahrskalender präsentiert euch vom 1.12.2019 bis zum 6.1.2020 63 Autorinnen und ihre Werke. Lernt neue Schriftstellerinnen kennen und findet großartigen Lesestoff! Heute bei mir: Luisa Ruthe, deren Hund schon mal die Tastatur belegt.

schreiben ist wie atmen

Luisa Ruthe
Luisa Ruthe braucht Schreiben wie die Luft zum Atmen

Schreibtrieb: Liebe Luisa, du bist im Nornennetz und schreibst Fantastik ohne Kitsch. Wie reagierst du, wenn jemand sagt, dein Schreiben sei ja nur „Hobby“?
Luisa Ruthe: Schreiben ist etwas, das für mich in etwa auf gleicher Stufe steht wie Schlafen und Atmen – ich brauche es einfach. Für nicht-Schreiber und Menschen, die sich auch nicht für Bücher interessieren, ist das meistens nicht verständlich. Daher kann ich über solche Aussagen wie „Was du machst, ist doch nur ein Hobby“ nur müde lächeln Menschen, die so denken, verpassen eine Menge.

Schreibtrieb: Das stimmt. Was ist dein Lieblingsgetränk für kalte Wintertage?
Luisa Ruthe: Ganz klassisch: heiße Schokolade. Das beste nicht-alkoholische Mittel gegen Kälte und deprimierende, frühe Dunkelheit. Wärmend und lecker.

Schreibtrieb: Schreibst du nach (Zeit-)Plan?
Luisa Ruthe: Ich versuche, immer einen groben Rahmenplan zu haben. Im Normalfall halten sich meine Charaktere allerdings nicht daran, was ich mir für sie überlegt habe. Dann kommt doch wieder alles anders. Würde ich detailliert planen, wäre jede Planung völlig umsonst, daher gebe ich meinen Geschichten den Raum, den sie brauchen, um sich zu entfalten. Und sie haben mich bisher noch nie enttäuscht.

Raum und Zeit

Schreibtrieb: Manchmal brauchen Geschichten nicht nur Raum, sondern auch Zeit. Was passiert, wenn du beim Schreiben die Zeit vergisst?
Luisa Ruthe: Wenn ich einmal mehrere Stunden lang vorm Notebook sitze und tippe, erinnern mich irgendwann zwei kalte Hundenasen daran, dass ich sie schon viel zu lange nicht gestreichelt habe. Oder die Kleine der beiden marschiert quer über den Schreibtisch und setzt sich demonstrativ auf die Tastatur.

Schreibtrieb: Das ist dann allerding ein deutlicher Weckruf. Im Moment ist es draußen kalt und dunkel. Was inspiriert dich im Winter?
Luisa Ruthe: Ich liebe den Winter für die wunderschönen Schneelandschaften. Leider sind Schneefälle hier ja eher selten geworden. Diese Ruhe und die Friedlichkeit, wenn man frühmorgens an einem schneebedeckten Waldrand entlangkommt, ist einfach mit nichts anderem zu vergleichen. Und dieser Anblick hat mich schon zu etlichen Kurzgeschichten sowie Szenen für meine Romane inspiriert.

Abschied

Schreibtrieb: Auch dieses Jahr? Woran schreibst du gerade?
Luisa Ruthe: Aktuell arbeite ich (wie immer eigentlich) an mehreren Projekten – alle im Bereich Dark Fantasy mit Hang zur Low-Fantasy. Der zweite und letzte Teil zu Phantomreiter wird jeden Tag umfangreicher und nähert sich endlich seiner finalen Gestalt. Einerseits freue ich mich auf das Finale der Dilogie, andererseits macht es mich fast etwas traurig, bald von meinen Charakteren Abschied nehmen zu müssen. Doch das sind die Bürden eines Autors, nicht wahr?

Schreibtrieb: Wie wichtig ist dir Vielfalt in deinen Geschichten?
Luisa Ruthe: Vielfalt steht in meinen Geschichten eher nicht im Vordergrund. Natürlich treffen die unterschiedlichsten Charaktere aufeinander, da ich sehr auf Authentizität meiner „Welten“ achte. Dabei habe ich aber nie die vordergründige Absicht, diversity, im Sinne von Vielfalt, einen möglichst großen Raum zu geben. Mir geht es mehr um die Geschichte und die Schicksale meiner Protagonisten.

Schreibtrieb: Was würdest du heute anders schreiben?
Luisa Ruthe: Wenn ich auf meine bisherigen Werke zurückblicke, würde ich nichts an ihnen ändern. Sie sind alle mit mir gewachsen und genau so, wie sie sein sollten. Mein Debüt habe ich bereits vollständig überarbeitet und unter anderem Titel neu veröffentlicht. Einfach, weil ich mittlerweile einen Weg als Autorin gefunden habe, den ich gehen möchte und mich seit meinen ersten Schritten in den Buchhandel weiterentwickelt hatte.

Schreibtrieb: Hast du schon einmal Sensitivity Reading genutzt oder hast es vor?
Luisa Ruthe: Bisher nicht, aber bisher habe ich es auch noch nicht gebraucht.

Auf der Suche nach Rezepten

Schreibtrieb: Was ist das Kurioseste, das du je recherchiert hast?
Luisa Ruthe: Das Kurioseste? Ich habe einmal gegoogelt, wie man am besten mittelalterlichen Eintopf mit Geflügelfleisch zubereiten kann. Einer meiner Charaktere sollte mit seiner Kochkunst glänzen können. Ansonsten sehe ich mir regelmäßig verschiedene Schwertkampftechniken an, um meine Kämpfe authentischer gestalten zu können. Mein Browserverlauf dürfte also recht interessant aussehen.

Schreibtrieb: Das ist wohl bei vielen Autor:innen so. Welches ist deine liebste Figur aus deinen Büchern?
Luisa Ruthe: Meine Lieblingsfigur ist Verona aus der Phantomreiter-Dilogie, übrigens meine einzige weibliche Protagonistin. Sie ist klug und immer gewillt, es allen recht zu machen. Aber sie ist immer bereit, alles zu geben und für das zu kämpfen, woran sie glaubt. Nicht mit dem Schwert, sondern auf ihre ganz eigene Art und Weise.

Schreibtrieb: Mögen deine Figuren Weihnachten?
Luisa Ruthe: Eine gute Frage, ich denke, so etwas wie Weihnachten existiert in keinem meiner Bücher. Manchen sind Feste einfach zu „festlich“ – zu viele Menschen und zu viel Lärm. Ein beschauliches Beisammensein in Friedenszeiten, wie es Weihnachten sein sollte, würde ihnen glaube ich allerdings gefallen.

ehrliche Fantasy

Schreibtrieb: Wem sollte man dein Buch schenken?
Luisa Ruthe: Meine Bücher sollten zu solchen Menschen kommen, die bereit sind, sich in spannende Abenteuer hineinziehen zu lassen. Sie sollten gute, ehrliche Fantasy ohne erotische Einschläge oder Romanzen im Vordergrund zu schätzen wissen.

Schreibtrieb: Was ist das tollste Kompliment, das du je zu deinen Büchern bekommen hast?
Luisa Ruthe: Am schönsten ist es immer wieder, zu lesen, dass eine meiner Geschichten einen Leser begeistern konnte. Und dass der nächste Teil mit Spannung erwartet wird.

Schreibtrieb: Was ist dir beim Schreiben das Wichtigste?
Luisa Ruthe: Am wichtigsten ist es für mich, das Endziel nie aus den Augen zu verlieren und meine Charaktere so authentisch wie möglich zu gestalten.

Schreibtrieb: Assoziationsfragen

Mit Sahne oder ohne: Ohne
Tee oder Kaffee: Tee (Kaffee schmeckt nicht)
Heiße Schokolade mit Marshmallows oder Eis mit Karamell: Heiße Schokolade (ohne Marshmallows)
Sofa oder Sessel: Sofa (Liegen und Sitzen -> Multitalent)
Märchen oder Thriller: Märchen (manchmal schlimmer als jeder Thriller)
Stern oder Mond: Mond (ist besser zu sehen)
Heizung oder Kamin: Kamin (Kaminwärme ist angenehmer)
Lila oder Orange: Orange (Lila liegt Pink zu nahe, um es zu mögen)
Löwe oder Wolf: Wolf (um ihn ranken sich mehr Mysterien)
Decke oder Kissen: Decke (auch als Kissen zu gebrauchen)

Wunschformat

Den ersten Teil ihrer Phantomreiter-Dilogie hat Luisa Ruthe euch heute in eurem ebook-Wunschformat mitgebracht. Verratet mir einfach, was ihr gegen den Willen eurer Eltern durgesetzt habt und landet bis zum 30.12.19 im Lostopf.

Das Cover zeigt einen Totenschädel, in dem ein Schwert steckt, darum sind Blutspritzer und schwarzer Hintergrund.
Fantastisch: Luisa Ruthes Phantomreiter

Klappentext:

Veronas Eltern haben viel mit ihr vor: Sie soll einmal das Kaufmannsgeschäft übernehmen und benötigt dafür dringend einen Ehemann. Sie selbst interessiert sich jedoch nicht für die Söhne befreundeter Familien, sondern für alte Legenden – Geschichten über phantomhafte Krieger auf Pferden, in deren Augen Flammen lodern. Eigentlich hatte sie sich fast schon mit ihrer Situation abgefunden, doch plötzlich taucht dieser Unbekannte auf: bewusstlos, halb erfroren und augenscheinlich verletzt. Es zeigt sich schnell, dass der Fremde mehr als nur ein Geheimnis verbirgt. Ein Krieg bricht aus und Albträume werden Realität.

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    Luisa Ruthe hat euch außerdem ein Interview mit ihrem Protagonisten Kayn aus der Phantomreiter-Reihe mitgebracht.

    Autorin: Hallo, Kayn.

    Kayn: Verschwinde.

    Autorin: Wieso so abweisend? Du bist doch sonst nicht so.

    Kayn: Ich habe weder Zeit, noch Lust, mit dir zu reden. Ich bin sehr beschäftigt.

    Autorin: Nun, zum aktuellen Schreibzeitpunkt sitzt du allein in einem Kerker. Scheint, als hättest du genügend Zeit für ein kleines Interview.

    Kayn: Und wer ist daran schuld? Du meintest doch, es wäre das Beste, ihnen mein Leben anzubieten, als Tausch gegen das der anderen. Weißt du, du könntest auch einfach weiterschreiben und mich hier rausholen. Wie wäre es denn damit?

    Autorin: Ich arbeite ja daran. Hör zu – du beantwortest mir ein paar Fragen für die Leser da draußen und ich sorge dafür, dass es mit dem zweiten Teil der „Phantomreiter“ bald weitergeht, in Ordnung?

    Kayn: *seufzt* Na gut.

    Autorin: Also, zuerst eine obligatorische Frage, die sich wohl alle Leser stellen, die dich noch nicht kennen. Wer bist du? Was kannst du über dich erzählen?

    Kayn: Dass sie meinen Namen kennen, ist schon gefährlich genug. Wer meine wahre Identität kennt, schwebt in Lebensgefahr – das kann und werde ich nicht riskieren. Ich möchte nicht, dass noch mehr Menschen wegen mir ihr Leben verlieren. Eigentlich bin ich nur jemand, der in Sachen hineingezogen wurde, in die er nicht hineingezogen werden wollte. Je weniger ihr über mich wisst, desto besser ist es, vertraut mir.

    Autorin: Gut, da hast du vermutlich Recht. Lass mich kurz überlegen. Du stammst aus dem Nordreich, so viel kann ich ja verraten. Wie lebt es sich dort?

    Kayn: Meine Heimat liegt direkt am Ufer des Nordmeeres. Im Osten wird es durch die Östlichen Gebirgszüge begrenzt, im Süden und Westen durch die Blutwälder. Die Landschaft dort ist wunderschön. Hügel und Täler wechseln sich ab, es gibt gigantische, beeindruckende Wasserfälle – jedes Mal, wenn der Schnee in den Bergen zu schmelzen beginnt. Beinahe überall, wo man hingeht, riecht es nach Nadelhölzern und wilden Kräutern. Die Menschen waren immer freundlich, es wurde viel gefeiert, sogar auf den Dörfern. Alle waren immer so glücklich, zumindest bis… bis die Phantomreiter über die Städte herfielen. Sie haben jedes der vier großen Königshäuser ausgelöscht, ein großer Teil der Bevölkerung musste fliehen, so auch ich.

    Autorin: Das ist sicher schwer für dich. Die Phantomreiter – könntest du den Lesern erklären, wer sie sind?

    Kayn: Sie sind Monster. Schattengestalten, die auf schwarzen, geisterhaften Pferden reiten. Ihre Hufe berühren den Boden nicht. Es sind mit dunkler Magie erschaffene Kreaturen, die nur ihrem Schöpfer gehorchen. Er kann sie wie Marionetten lenken, sie benutzen, um ganze Dörfer dem Erdboden gleich zu machen, sie einfach bis auf die Grundmauern niederzubrennen. Ein Blick in die Augen ihrer Opfer und sie lassen ihre Seelen zu Asche zerfallen. Schon verrückt, dabei waren sie eigentlich ursprünglich dazu gedacht, die nordische Armee zu stärken, falls eines der Nachbarländer einfallen sollte. Sie sind mordende Bestien, die das Leben der Menschen bedrohen, die mir wichtig sind.

    Autorin: Was wünschst du dir für die Zukunft?

    Kayn: Ich will, dass endlich Frieden herrscht. Das sinnlose Morden soll aufhören, Artos – der Schöpfer der Reiter – muss aufgehalten werden. Vielleicht schafft es die Rebellion ja, das Blatt endlich zu wenden, aber dafür müsste ein Wunder geschehen. Was mit mir passiert, ist egal. Hauptsache, den anderen geht es gut. Sollen diese Monster doch mit mir machen, was sie wollen, aber ich werde nicht zulassen, dass mein Leben noch ein weiteres Mal über das anderer gestellt wird. Niemand wird mehr wegen mir sterben.

    Autorin: Was würdest du den Lesern mit auf den Weg geben wollen?

    Kayn: Es hilft nicht, wenn ihr von eurem Schicksal davonlauft. Wie schnell ihr auch seid – eure Vergangenheit wird euch einholen. Ich weiß, wovon ich rede.

    Autorin: Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast.

    Kayn: Ich habe meinen Teil der Abmachung erfüllt. Jetzt hol mich hier endlich raus… bitte. Hallo? Bist du noch da?

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