Hyper – was? Ein kleiner Einstieg in den Hyperemesis-Themenmonat

Ich leide an Hyperemesis gravidarum. Im Moment heißt das, ich würde lieber im Bett liegen und mich ausruhen, aber dieses Thema ist zu wichtig (für mich). Außerdem ist die Übelkeit noch in dem Stadium, in dem es mir hilft, mich abzulenken. Den ganzen Mai hindurch gibt es bei mir Beiträge zu Hyperemesis. Ich habe ein Interview mit einer Krankenschwester geführt, ein paar Tipps für Betroffene und Angehörige gesammelt. Außerdem gibt es immer mal wieder eingebettet Erfahrungsberichte. Außerdem gibt es auf Twitter und meiner FB-Seite täglich einen Satz, den ihr einer Hyperemesis-Patientin lieber nicht sagen solltet. Und noch ein kleiner Hinweis: Ich werde hier Bilder von meiner Behandlung verwenden. Nadeln und so.

Was mir tatsächlich fehlt, sind Bücher. Ich habe ein einziges Sachbuch gefunden, das sich Hyperemesis nähert, die klassischen Erfahrungsberichte fehlen hier gänzlich. Lediglich aus dem amerikanischen Raum finden sich dazu ein paar Bücher – meist nur als ebook zu bekommen. Auf das Problem gehe ich an anderer Stelle nochmal darauf ein.

Das Tabu

Nur so viel: Die fehlende Literatur macht Hyperemesis mit zu etwas, das tabuisiert ist. Darüber zu reden, dass Frauen in der Schwangerschaft lebensbedrohliche Zustände durchmachen können, wird selten akzeptiert. Hinter vorgehaltener Hand hört man mal dazu etwas. Verbreiteter in ihrer Bekanntheit ist die Gestose (Schwangerschaftsvergiftung), doch auch die trübt das Bild der strahlenden Schwangeren nicht, die endlich ihren natürlichen Platz gefunden, nämlich als (werdende) Mutter. Ein Bild, dass mir auch in meiner Dissertation immer wieder vorkommt, an dem sich in den letzten 300 Jahren wenig geändert hat.

Aber was ist jetzt Hyperemesis

Wörtlich übersetzt ist Hyperemesis gravidarum „unstillbares Schwangerschaftserbrechen“. Gerne wird es auch als „extreme Schwangerschaftsübelkeit“ gewertet. Ich werde den Begriff „Hyperemesis“ benutzen. Der Vergleich zur ‚normalen‘ Übelkeit hinkt zu stark, was Ursachen, Dauer, Ausprägung etc. angeht. Bezeichnet das bitte NIE so. Es ist einer Verharmlosung, im Grunde nichts anderes als ein Euphemismus, der Betroffenen das Gefühl gibt, ihr Leiden wäre ja halb so wild. Ist es nicht. Es ist bitterernst. All die Sprüche, die bei Schwangerschaftsübelkeit fallen, gelten hier nicht mehr. Das Kind kann sich gar nicht mehr alles holen, was es braucht, weil schlicht nichts mehr da ist. Auch gibt es keine Garantier, dass die Symptome nach der 12ten oder 14ten Woche nachlassen, wie es bei Schwangerschaftsübelkeit der Fall ist.

In einem Artikel zu Herzogin Kates Krankenhausaufenthalten wegen Hyperemesis schreibt der Spiegel von 0,5 bis 2 % von Betroffenen weltweit. Wikipedia gibt sogar nur 0,5 bis 1% an. An anderer Stelle habe ich auch schon mal 3% oder 5% gelesen. Das diese Obergrenze so stark schwankt, liegt auch daran, dass die Diagnose oft nicht gestellt wird. Ich leide seit meiner ersten Schwangerschaft darunter, doch erst in meiner vierten wurde mir Hyperemesis gravidarum in den Mutterpass geschrieben und sozusagen rückwirkend offiziell auch für die anderen Schwangerschaften anerkannt. Viele Ärzte nehmen die Wahrscheinlichkeit schlicht als sehr gering war, haben keinerlei Erfahrung und reagieren spät. Kein Wunder.

Was sind die Anzeichen?

Fast 85% aller Schwangeren leidet unter Morgenübelkeit. Die Grenze dazwischen verschwimmt oft. Dass ein Mediziner lieber abwartet, ob sich das Problem selbst auflöst, statt Mittel zu verschreiben, mit denen er oder sie sich vielleicht gar nicht auskennt, verstehe ich. Auch hier ist es das Tabu um die Krankheit, die – wie vieles in Bezug auf Schwangerschaft – kaum erforscht ist. Es gibt vier in meinen Augen relativ grobe Faktoren, die auf Hyperemesis hindeuten.

1-      Die Schwangere erbricht sich fünf Mal am Tag oder öfter

2-      Die Schwangere verliert mehr als 5% Gewicht

3-      Die Schwangere kann kein oder kaum Nahrung und Flüssigkeit aufnehmen

4-      Die Schwangere dehydriert

Wirklich messbar davon ist die Gewichtsabnahme und über Umwege die fehlende Nahrungsaufnahme. Wenn der Körper sich quasi selbst verdaut, werden Ketone frei, die im Urin nachweisbar sind. Gerade die Häufigkeit des Erbrechens aber ist für Ärzte schwer nach zu vollziehen. Was irgendwo auch eine Frechheit ist, nach dem Motto „Die hysterische Schwangere kann mir ja viel erzählen.“ – Ja, hier übertreibe ich vielleicht und ich möchte keinem Mediziner unterstellen, das zu denken. Wenn man aber über drei Schwangerschaften hinweg mehr als 5% Gewicht verliert und Ketone im Urin hat, dann aber eben gesagt bekommt, man müsse halt mehr essen, kann ein Mensch (also ich) schon sarkastisch werden.

Was heißt das jetzt?

Schwangere mit Hyperemesis sind krank. Das muss man erst mal sacken lassen. Dieser Satz bedeutet sowohl für die Betroffene, als auch für die Angehörigen, dass die Belastungen steigen. Das Kind wird vor allem in den ersten drei wichtigen Monaten quasi unterversorgt – in einigen Fällen noch darüber hinaus. Ich lebe jetzt mehr als sechs Monate mit der täglichen (von morgens bis abends) Übelkeit und muss mich nur dank eines Medikamentes nicht bei jedem Schluck Wasser bereits erbrechen. An manchen Tagen reicht meine Dosis nicht. Während mein Bauch wächst, nimmt der Rest meines Körpers ab. Die Zeit, in der ich zu schwach war, am Alltag teilzunehmen, hat zu Muskelabbau geführt. Kleine Anstrengungen sorgen oft schon dafür, dass meine Grenze erreicht ist – sowohl physisch, als auch in Hinblick auf die Übelkeit.

Vergesst, was ihr wisst

Hyperemesis-Patientinnen ist mit den üblichen Ratschlägen nicht geholfen. Wenn ich schon im Bett eine Handvoll Mandeln oder Ingewerkekse esse, renne ich erst recht aufs Klo. Bewegung ist mit Vorsicht zu genießen und war eine Zeit lang schlicht absolut nicht drin. Brei oder Suppen stehen oben auf der Vermeidungsliste, weil mir gerade die Sämigkeit Probleme macht. Oft sind es abstruse Sachen, die Hyperemesis-Betroffene essen können. Dinge, die eigentlich gar nicht empfohlen werden. Ich las von Frauen, die ohne Probleme Fast Food essen konnten, aber keine Haferflocken. Eine Schwangere schrieb, sie hätte Sauerkraut bei sich behalten können. Eine Zeit lang konnte ich Chips essen – salzig und fettig, aber eben wenig Masse.

Auf der anderen Seite reicht ein falscher Geruch bereits, um mir den Magen umzudrehen. Gestern waren wir unterwegs (Autofahren ist gerade auch nicht der Hit) und Keule kaute einen Pfefferminz-Kaugummi. Ich machte mein Fenster auf, konzentrierte mich, schimpfte, dass ich keine Tablette mitgenommen hatte (obwohl ich am Mittag bereits meine Dosis hatte) und bat meinen Sohn bis zur Geburt kein Kaugummi mehr im Auto zu kauen, wenn ich dabei bin. Mein Mann hat das Ding nicht mal gerochen.

Die größten Lügen

Ein paar Irrtümer halten sich beständig. Beispielsweise die Begründung, Hyperemesis wäre bei den Frauen ausgeprägter, die eine Ablehnung für ihr Ungeborenes hätten. Auch der Spiegel erwähnt im oben genannten Artikel, dass psychosomatische Faktoren eine Rolle spielen können. Danke schön. Ich kotze mir im wahrsten Sinne des Wortes die Seele aus dem Leib und habe Angst, dass der kleine Zellhaufen das nicht übersteht und dann wird mir gesagt, es sei auch noch meine Schuld. Ich würde mich nicht (genug) freuen oder wollte das Kind am Ende gar nicht. Auf jemanden treten, der am Boden liegt. Die Idee kommt von der zeitlichen Nähe zwischen Schwangerschaftstest, erstem Arztbesuch und einsetzender Übelkeit:

Ein Schwangerschaftstest ist sicher erst am Ausbleiben der Periode machbar. Da die Schwangerschaft vom ersten Tag der letzten Periode ab gerechnet wird, also in der 4 oder 5 Schwangerschaftswoche. Nehmen wir mal an und alles geht schnell, ist die Frau um die 5 oder 6 Woche beim Arzt, wo sie meist den Test nur wiederholt und Blut abgenommen bekommt. Um die 6te Woche setzt die normale Schwangerschaftsübelkeit meistens ein, da die Ursache hierfür das Schwangerschaftshormon HCG ist, das mit der Einnistung der befruchteten Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut auf den Körper losgelassen wird.

Dann geht es los

Manchen Frauen ist nur leicht übel, andere merken nichts (oder auch nur ein paar Tage). Einige leiden dann etwa bist zur 12 oder 14 Woche an der typischen Übelkeit, dann nimmt das Hormon wieder ab. Alles mit individuellen Varianzen. Zu dem Punkt kann ich sagen: Mir ist quasi ab der Befruchtung schlecht. Seit vier Schwangerschaften ist das so. Ich brauche den Test nur, um mich davon abzuhalten, MCP-Tropfen zu nehmen. Die ersten Tage ist es noch leicht, abends am schlimmsten. Dann nimmt es zu und wenn ich um die 5te oder 6te Woche zur Blutabnahme bin, hänge ich bereits mehrmals am Tag über der Schüssel. Trotzdem kann die Psyche eine Übelkeit natürlich abmildern oder verstärken. An stressigen Tagen brauche ich eine höhere Dosis, an ruhigeren schaffe ich es manchmal ganz ohne. Vielleicht gibt es auch wirklich Frauen, bei denen die Angst vor dem Neuen eine große Auswirkung auf die Fähigkeit, Nahrung im Magen zu behalten, hat. Ich kenne allerdings keine und die Verallgemeinerung ist prinzipiell unter aller Sau.

Macht ja nichts?

Eine weitere verbreitete Fehlmeinung, die sogar auf Elterninfoseiten noch verbreitet wird, ist die, dass Hyperemesis dem Kind nicht schadet.

Die Anstrengung beim Würgen und Übergeben fügt Ihrem Baby keinen Schaden zu. Es ist in Wirklichkeit sogar so, dass die Gefahr einer Fehlgeburt geringer ist, wenn Sie an Schwangerschaftsübelkeit leiden

steht bei Babycenter. Der nächste Satz gibt dann zu, dass das Kind durchaus etwas kleiner als „normal“ sein könnte. Eine Hyperemesis, die eine Mutter allerdings am Tag eine Tasse Ingwertee und eine halbe Brezel zu sich nehmen lässt (und das war ein guter Tag), kann dem Kind natürlich schaden. Es herrschen Mangelbedingungen. Die Folsäure-Tabletten, die heute jeder Schwangeren empfohlen werden, bleiben oft nicht im Magen – die Gefahr des offenen Rückens kommt zurück. Auch andere Organe können dadurch beschädigt werden. In den ersten Wochen sind das ausgerechnet Gehirn und Herz. Auch die Verdauungsorgane des Kindes können betroffen sein.

Wenn die Mutter nicht mehr genug Kraft hat, um alleine zu duschen, ihr Herz-Kreislauf-System am Boden liegt und ins Untergewicht gerät – dann schadet das natürlich dem Kind. Das Erbrechen drückt jedes Mal auf die Gebärmutter, auf die Fruchtblase und die Plazenta. Es kann zu Blutungen kommen oder zum Blasensprung. Die Geburt der Nudel hat mit letzterem angefangen, ausgelöst durch Erbrechen.

Woher kommt es dann?

Gute Frage. Wenn ich darauf die Antwort finde winkt vielleicht ein Nobelpreis – wobei … solche Auszeichnungen gab es noch nie für sowas „Unwichtiges“ wie Schwangerschaften. Dafür gibt es kein Geld und keine Unterstützung. Unsere Regierung interessiert es nicht die Bohne, dass Geburtenstationen schließen und Hebammen ihren Beruf immer seltener ausführen können. Ich will gar nicht wissen, welchen Spruch Herr Spahn dazu auf Lager hat. Die Forschungslage ist dünn. Es gibt Hyperemesis-Patientinnen, die ebenfalls um die 14te Woche aufatmen können. Mit Ende des vierten Schwangerschaftsmonats hat sich das mit der Übelkeit dann endgültig erledigt. Eine übermäßige Reaktion auf HCG wäre also denkbar und wird auch immer wieder hoch gehandelt. Ich habe in der ersten Schwangerschaft auch erst mal etwas Ruhe gehabt. Nur spezielle Gerüche oder Nahrungsmittel haben mich dann noch aufs Klo rennen lassen. Bis zum Ende der Schwangerschaft – da wurde es bisher immer nochmal schlimmer. Natürlich gibt es noch mehr Hormone, die mitmischen können.

Auch frühere oder bestehende Essstörungen werden als mögliche Ursache gehandelt. Wie bereits in meinem Beitrag zu Bodyshaming geschrieben, passt das auf mich zu. Mit aller Kraft zu verhindern, dass ich mich übergebe, ist dann aber doch eine etwas andere Situation und mich stört daran, dass irgendwie wieder den Müttern die Schuld in die Schuhe geschoben wird. Mal davon abgesehen, kenne ich genug andere Fälle, die nie Bulimie hatten.

Sind es am Ende die Gene?

Andere Faktoren können Schilddrüsenerkrankungen sein, Lebererkrankungen und Magenerkrankungen (meine Frauenärztin hat mir jetzt geraten, nach der Schwangerschaft mal eine Magenspiegelung zu machen. Yeah, da kommt Freude auf). Mehrlingsschwangerschaften sind ebenfalls prädestiniert – immerhin gibt es da auch die mehrfache Ladung Hormone.

Babcenter führt auch Migräne und Reisekrankheiten auf. Hier ist tatsächlich Wikipedia mal ausführlicher. Dort werden auch Immunreaktionen als mögliche Ursachen genannt, Nebennierenrindeninsuffizienz, bereits bestehende Mangelernährungen und allerlei Hormone. Kurz: Man weiß es nicht, es kann an allem liegen. Genau das macht die Behandlung der Hyperemesis selbst quasi unmöglich. Allein die Symptome können behandelt werden. Wer übrigens bereits in einer vorherigen Schwangerschaft Hyperemesis hatte, leidet mit größerer Wahrscheinlichkeit auch in einer nächsten darunter (aber auch das ist kein Muss). Außerdem scheint es eine genetische Prädestinierung zu geben. Frauen, in deren direkter Familie (Mutter, Großmutter, Schwester, Tochter) es Fälle von Hyperemesis gibt, leiden mit größerer Wahrscheinlichkeit auch darunter. Dazu findet sich eine Studie verlinkt bei Hyperemesis-Netz. Ich Glückspilz. Bereits meine Oma nahm in den Schwangerschaften ab, statt zu.

Was tun?

Guter Rat ist teuer. So vielfältig wie die Ursachen und Ausprägungen sind die Möglichkeiten, dagegen anzugehen. Manche Betroffene können Flüssigkeit leichter bei sich behalten, als feste Nahrung. Sie trinken Suppe, lutschen Eiswürfel, pürieren sich Brei. Ich hatte mit allem, was flüssiger war, die größten Probleme. Auch Eislutschen hat nichts gebracht. Mit einem Teelöffel konnte ich über den Tag verteilt eine, manchmal zwei Tassen Ingewertee oder Zitronentee zu mir nehmen. Pures Wasser ging nicht, Saft ging absolut nicht. Ein richtiger Schluck war nicht möglich und das war schon ziemliche Folter. Essen konnte ich Kleinstmengen. Sobald es mehr als ein Händchen voll war, rebellierte alles. Manchmal war ein Biss zu viel und ich rannte los. Wer glaubt, betroffen zu sein, sollte die Gründe beim Arzt vortragen. Macht klar, wie dreckig es euch geht. Besteht auf Infusionen oder eine Überweisung ins Krankenhaus. Nein, so habt ihr euch die Schwangerschaft nicht vorgestellt, zu Hause wartet Arbeit und eigentlich darf noch niemand wissen, was das los ist. Ihr könnt auch warten, bis ihr mehr als 10 Kilo leichter und unfähig, geradeaus zu laufen, dazu gezwungen werdet.

Seid ehrlich

Lügt bitte nicht, es ginge euch besser, nur weil es nicht sofort weg geht. Mir wurden vier Tage lang Vomex-Infusionen verpasst, die nichts gebracht haben, bis die Ärzte einen anderen Weg eingegangen sind. Weil man manchmal abwarten muss und jede andere Option eben auch eine unsicherere ist. Aber im Krankenhaus werden ihr versorgt, könnt euch erst mal nur um euch kümmern und niemand erwartet, dass es euch sofort wieder bestens geht. Es ist hart, diese Grenze anzuerkennen, weil wir immer nur sehen, wie idyllisch eine Schwangerschaft doch bitte sein soll. Probiert jedes Getränk aus, jedes Nahrungsmittel. Überlegt, worauf ihr Lust habt – oder einfach nur wobei euch nicht schon der Gedanke zum Würgreflex verhilft.

Redet, wenn ihr könnt, mir eurem Partner, eurer Familie, euren Kindern. Sie sind auch hilflos. Ich werde einen extra Beitrag für Angehörige schreiben, weil ich weiß, dass man in der Extremsituation nicht mehr reden kann und will. Ich konnte nicht mehr lesen, nicht mehr schreiben (die Hölle auf Erden), meine Kinder nicht für den Kindergarten fertig machen oder ihnen Essen kochen. Hyperemesis bringt die Betroffene hart gesagt zum Vegetieren. Viele Frauen überlegen sich, abzutreiben – soviel ich weiß wird das trotz der Erkrankung nicht als medizinisch indiziert betrachtet. Ein weiteres Tabu.

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Ach Eva – was für ein tapferer, schonungsloser und notwendiger Artikel. Allein das Lesen geht so zu Herzen, dass sich die entsprechenden Bilder, Gefühle und Reaktionen ganz von selbst einstellen. Da sitzt man nun und möchte am liebsten helfen und weiß, dass man das nicht kann und dass es für dich und deine Familie noch viel, viel schlimmer ist. Und natürlich ist da auch ein wenig Wut, weil du und andere Schwangere in ihrer schlimmen Lage ganz offensichtlich unsere gut organisierte “Normal-Schwangerschafts-Routine” nicht greift und du und andere werdende Mütter ziemlich allein gelassen werden. Du bist so unglaublich besonders und… Weiterlesen »

Auch hier wiederhole ich mich gern nochmal: DANKE für den tollen Artikel, DANKE dafür, dass Du diese Krankheit ansprichst und ihr Raum gibst und schaffst. Ich selbst bin keine Betroffene, aber ich weiß wie alleine sich Betroffene fühlen, allein basierend darauf, dass diese Krankheit nicht von Ärzten ernst genommen wird.
Ich freue mich schon auf weitere Artikel zu diesem Thema und werde auch Betroffene darauf hinweisen, dass es jemanden gibt der darüber schreibt und zwar jemand der dies selbst durchmacht und weiß wovon er spricht.
Liebe Grüße aus Wien
Conny

Hallo, das ist ein sehr aufklärender und wichtiger Artikel einer betroffenen , werdenden Mama. Ich wünschte ich hätte damals mehr darüber gewusst, als in meiner Familie jemand bei jeder Schwangerschaft betroffen war.
Danke für den Artikel!