A Boy Called Christmas – Matt Haig

Eines der wenigen Bücher, dass ich im Dezember gelesen habe, war A Boy Called Christmas von Matt Haig. Ich war etwas skeptisch, aber als das Buch durch die Bakerstreet Bookworms auf die Dezemberliste kam, habe ich mir einen Ruck gegeben und die englische Ausgabe von Canongate Books gekauft. Zum Glück.

 

Nicholas lebt mit seinem Vater, einem Holzfäller, allein im Wald. Sie haben ein ärmliches Leben voller Entbehrungen, die Mutter ist verstorben. Es ist die Gemeinsamkeit und kleine Träume, die Nicholas trotzdem wissen lassen, was Glück ist. Bis sein Vater für einen geheimen Auftrag angeheuert wird, der viel Geld bringen soll, aber auch lange dauern wird. Als das Leben unerträglich wird, folgt der Junge seinem Vater in eine Welt, die so unglaublich, wie magisch ist. Und voller Gefahren. Nun liegt es an ihm, seinen Vater vor einem schrecklichen Fehler zu bewahren und den Frieden wieder her zu stellen.

Ein neues Abenteuer um einen bekannten Mythos

A Boy Called Christmas ist eine wunderbare Abenteuergeschichte voller Magie, aber auch voller ernster Themen. Hunger und Tod, Misshandlung und Unrecht werden behandelt. Dazwischen liegt die Erzählung, woher Father Christmas eigentlich kommt. Fantastisch aufgearbeitet und trotz aller Spannung kindgerecht in Szene gesetzt. Die große Frage, was uns selbst eigentlich ausmacht, was unser individueller Kern ist, steht dahinter und gibt dem Buch einen durchaus philosophischen Hauch.

Die typischen Elemente des amerikanischen Weihnachtsmannes werden auf neue Art erklärt und versöhnen selbst mich mit der Figur, die ich darauf bestehe, dass an Weihnachten das Christkind kommt. Beeindruckt hat mich auch der Reifeprozess des Jungen, der zwischen Recht und Unrecht, Liebe und Schuld steht und seinen Weg finden muss. Dabei muss er große Opfer bringen und entwickelt sich immer mehr.

So habt ihr Father Christmas noch nie kennengelernt: A Boy Called Christmas zog mich ganz in seinen Bann

Eingewoben sind auch die Unterdrückung durch ein totalitäres Regime und das Aufbegehren dagegen. Das macht A Boy Called Christmas für mich viel mehr als nur ein Kinderbuch. Es ist ein tief durchdachter Roman, dessen Elemente fantastisch sind und dennoch einen realen Bezug haben. Ein Buch, dass auch Erwachsene träumen lässt und aus einem schmächtigen Halbwaisen einen ganz besonderen Helden macht.

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habe deine Mini_Rezension gelesen, gleich in die Leseprobe geschnuppert (was für eine entzückend ilustrierte Maus gleich zu Beginn) und dann … habe ich das Buch in meinen Warenkorb gelegt 🙂
Schon der Sprachstil leutet (nein, das ist kein Schreibfehler) ein wenig das nächste Fest ein – im April – besser geht’s nicht!