Unser Baby von Angela Weinhold

Als kleine Wochenaufgabe für mich: Jeden Tag eine Rezension zu einem Buch, dass sich mit dem für mich sehr aktuellen Thema Schwangerschaft befasst. Unglaublich, was es da für Bücher gibt, wieviel ich lesen könnte, wenn ich nur wollte, und wieviel ich besser gar nicht erst lese – aus vielen Gründen.

Unser Baby von Angela Weinhold habe ich erst gekauft, nachdem ich es im Kinderladen auch in der Hand hatte. Etwas abgeschreckt hatte mich zuvor, dass es bereits für Kinder ab 2 ist und ich meinen Sohn nicht „unterfordern“ wollte. Immerhin hat er schon allerlei durch mein eigenes Buch mit auf den Weg bekommen. Im Laden dann fand ich Unser Baby gar nicht so schlecht, denn ich wollte etwas, in dem auch die Zeit nach der Geburt – zumindest kurz – erklärt wird. Wickeln und Füttern, Eifersucht und Stolz, das wird alles behandelt in kleinen, kindgerechten Häppchen eben. Stillen und Fläschchengeben wird beides erwähnt und gezeigt, so dass die Kinder damit schon vertraut werden. Auch wie sie eventuell helfen können wird sehr schön beschrieben.

Schön fand ich auch, dass Unser Baby als Sachbuch keine „fremde Geschichte“ erzählt. So kann jedes Kind sich leicht zurechtfinden und auch wenn Informationen für sie selbst nicht stimmen, ist das nicht so tragisch. Beispielsweise erzählt das Buch nur vom Krankenhaus, Hausgeburten oder Geburtshäuser werden nicht erwähnt. Die Geburt selbst wird auch schnell abgearbeitet. Da denke ich, Kinder vertragen doch mehr, als wir uns vorstellen können.

Schlecht fand ich leider die Stelle, an der steht, dass die Mutter merkt, dass das Baby auf die Welt will, weil es in ihrem Bauch zwickt. Auch kleinen Kindern sollte man, meiner Meinung nach, nicht verheimlichen, dass eine Geburt mit Schmerz verbunden ist. Immerhin musste der selbst Schmerz ja schon für das erste Kind überstanden werden. Und dass der Lohn am Ende wirklich wichtiger ist, versteht auch ein Kind von 2. Wenn aber ein Kleinkind erst erzählt bekommt, Wehen würden nur zwicken, und dann erlebt es vielleicht auch nur eine der ersten Wehen oder Übungswehen mit, wird es mit Sicherheit verwirrt sein und dann erst recht denken, dass da was nicht stimmt.

Die Zeichnungen sind sehr schön und gelungen. Das Buch eignet sich nicht nur für Kinder, die gerade ein Geschwisterchen erwarten, sondern auch für eine leichte Aufklärung, wie das mit der Geburt etc. so abläuft. Die Zeugung selbst wird nicht erklärt, lediglich, dass es einen Mann und eine Frau dazu braucht. Es geht also wirklich nur um das Baby. Die Entwicklung wird recht rasant durchgegangen, es sind ja auch nur wenige Seiten Platz. Doch um immer mal wieder gelesen zu werden, ist das Buch genau das richtige. Meinem Kleinen/Großen hat es ganz gut gefallen.

Ich freu mich über eure Meinungen