Pinella Propella – Katrin Zipse

Von Katrin Zipse ist im Januar das Kinderbuch Pinella Propella beim Magellan Verlag erschienen und ich freue mich sehr, dass ich es lesen durfte. Danke an den Verlag für mein Rezensionsexemplar. Wir haben das Kinderbuch gemeinsam gelesen und hatten alle fünf einhalb unseren Spaß.



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Pinella zieht alleine in die kleine Stadt am großen See, denn ihre Eltern sind Urwaldforscher, aber für das Mädchen wird es Zeit zur Schule zu gehen. Das eigentlich interessante an Pernilla ist aber, dass sie fliegen kann. Diese Tatsache lässt sie dann auch allerlei Abenteuer bestehen und sogar zur Superheldin werden.

Kommt es euch bekannt vor?

Ein Mädchen, das fliegen kann und zur Heldin wird, ist doch genau das richtige. Nicht nur für meine Nudel, sondern auch für die Jungs, die zum Glück Protagonistinnen genauso annehmen wie ihre männlichen Pendants. Gerade die Kopplung von einer Protagonistin und dem eigentlich „männlich“ dominierten Superhelden-Thema fand ich von Anfang an sehr interessant. Meine Kinder stehen alle auf Superhelden und da etwas weg vom Klischee zu kommen, ist gar nicht so leicht.

Ich muss sagen, dass mich der Anfang doch leicht an ein anderes kleines Mädchen erinnert hat, dass alleine in einer kunterbunten Villa lebt und ebenfalls eine besondere Fähigkeit hat (sie ist superstark). Pinellass Eltern sind keine Südseekönige, arbeiten aber im Urwald (in dem es laut dem Buch keine Schulen gibt). Pinella schläft nicht etwa mit den Füßen auf dem Kopfkissen, sondern in einem Mirabellenbaum. Ja, Parallelen sind auf jeden Fall da. Das erste Kapitel war bei mir dann auch mit etwas Augenrollen beim Vorlesen versehen – den Kindern hat es aber trotzdem gefallen.

Eine etwas andere Superheldin: Pinella Propella
Pinella ist mehr

Auf der anderen Seite ist Pinella wesentlich kindlicher. Sie liebt die Honigbrote ihrer Nachbarin und hütet sich vor Holunderbeersaft. Pinellas Gegner sind nicht etwa Erwachsene oder Regeln (an die hält sie sich artig), sondern zugleich ernstere, zugleich vielleicht auch wichtigere Themen wie Mobbing, Einsamkeit, Freundschaft. Das hat mich wieder sehr mit dem Buch versöhnt, das zwar ein Schema zum Aufbau der Geschichte nutzt (das ja auch bestens funktioniert), aber dann wesentlich weiter geht. Dabei ist Pinella in eine moderne Welt eingebettet und wird auch mit deren Eigenarten konfrontiert. Eine freundliche Nachbarin wird zu Helferin und muss gleichzeitig Hilfe annehmen. Diese Vielfältigkeit hat mir sehr gut gefallen.

Angenehm fand ich beim Vorlesen auch, dass die Sätze nicht zu kurz sind, sondern eher amüsante Schachtelsätze entstehen. Ein Buch, dass den Wortschatz und auch den Umgang mit Sprache weg von den stark vereinfachten typischen Kinderbuchmaschen zieht. Das ist auch wirklich gut angekommen, sowohl beim Großen (10) und den Kleinen (3 und 5). Gerade bei Büchern, die von den Erwachsenen mit- oder vorgelesen werden finde ich das durchaus angenehm. Und auch die Kinder freuen sich. Schön ist auch, dass manche Dinge dann eben doch nochmal mit eigenen Worten erklärt werden können. So wird das Buch miteinander gelesen und nicht nur abgespult.

Uns hat Pinellas Geschichte gut gefallen, ich fand gerade das erste Kapitel fast schon klischeehaft, aber schon im zweiten wird es viel besser und Pinella einzigartiger. Keule fand es dann so interessant, dass er das Buch gleich nochmal selbst gelesen hat.

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