#wirbloggenbücher

Seid ihr dieses Wochenende auch schon durch die Blogs gezogen und habt überall #wirbloggenbücher gelesen? Nein? Dann wird’s aber höchste Zeit. Ja? Dann überspringt schnell die Intro und schaut euch an, was ich dazu zu sagen habe. #wirbloggenbücher ist eine Aktion der Buchbloggergemeinde des großen weiten Internets. Gefunden auf Facebook, fand ich die Idee auf Anhieb gut, gelungen, großartig. Unter dem Motto #wirbloggenbücher fragt die Aktion bei den mitmachenden Buchbloggern danach, wie sie eigentlich dazu gekommen sind, über Bücher zu schreiben und was sie so dabei finden. Ein großes Dankeschön an der Stelle für die gesamte Gruppe, die wieder einmal zeigt, wie schnell so eine Aktion viral werden kann und die tollen Initiatorinnen Anika und Patrizia.

1.) Was bedeutet für DICH „buchbloggen“? Warum machst DU das eigentlich? + 2.) Wie bist DU zum Buchbloggen gekommen? Was gab dir den Anstoß? (gibt’s gebündelt, weil das meiner Meinung nach eine einzige Antwort ist)

Es war im September 2011, als ich beschloss, diesen Blog zu gründen. Ich wollte eine schnelle Möglichkeit, Geschriebenes einzustellen und mit möglichen Lesern zu kommunizieren, denn ursprünglich war der Blog vor allem für mich als Autorin gedacht. Doch neben Gedichten und Geschichten habe ich auch früh angefangen, Rezensionen zu veröffentlichen. Lesen ist eine der wichtigsten Übungen beim Schreiben und warum nicht beides kombinieren?

Ich entdeckte BloggdeinBuch und je nachdem wieviel Zeit mir neben Studium, Kind(ern) und Beruf blieb, verfasste ich meine Beiträge. Dass die Rezensionen nach und nach das selbst Geschriebene überholt haben und nun den größten Teil des Blogs ausmachen, heißt keineswegs dass ich wenig schreibe, sondern lediglich, dass ich viel lese, was immerhin auch meinem Studium (mittlerweile Promotion) und meiner Arbeit geschuldet ist). Außerdem macht mir auch das Schreiben von Rezensionen, das Vernetzten mit anderen Bloggern und die lieben Leseaufgaben (bspw. von Einmal durchs Regal) einen riesen Spaß. Und es heißt auch, dass ich einfach nicht so oft kürzere Texte schreibe, die sich für den Blog einigen, sondern eher Romane, an denen ich dann tüftle und tüftle. Oder eben an etwas wissenschaftlichem (demnächst wird meine Master Arbeit veröffentlicht, aber dazu später).

Das Buchbloggen ist also nun ein fester Bestandteil meines Lebens geworden. Es hilft mir, wenn Keule, Nudel oder Knopf, oder gar alle drei krank sind, wenigstens ein paar Sätze am Tag zu lesen oder eine Rezension zu tippen, wenn mein Mann schon auf der Couch lümmelt. Es hilft mir ein bisschen, meine große Leidenschaft zur Literatur auch wirklich auszuleben, mir selbst aufzuschreiben, warum ich was gut fand (denn immerhin ist ein Blog ja auch einfach nur ein digitales, öffentliches Tagebuch). Es hilft mir ein bisschen, ich selbst zu sein.

3.) Welche Berührungsängste hattest Du?

Meine Meinung ist am Anfang eben immer nur meine Meinung. Die groß kund zu tun, ist erst mal etwas, wozu es eine Überwindung braucht, denn natürlich ist nicht jeder meiner Meinung. Auch auf Verlage zu zugehen und gerade das Vernetzen mit anderen Bloggern und meinen Lesern, die ich ja nicht „persönlich“ kenne, sondern eben nur als virtuelle Gegebenheit, ist einfach eine neue Art der Gesellschaft, an die ich mich immer noch gewöhne.

4.) Zeig uns doch deinen Buchblogger-Arbeitsplatz, dein Bücherregal, deinen liebsten Leseort, andere buchige Accessoires oder etwas, das für dich immanent wichtig ist zum Buchbloggen.

Meine Bücherregale habe ich euch erst kürzlich vorgestellt, mein Leseort ist überall, mein Arbeitsplatz ist das reinste Chaos. Immanent wichtig für mich ist aber … Ruhe. Kein Kind, das mich gerade braucht, kein Mann, der gerade etwas besprechen will (oder was anderes), kein Termin, kein eilige Sache. Einfach nur Ruhe:

5.) Denk daran zurück, wie du angefangen hast: welche Tipps würdest du Buchblog-Anfängern geben?

Ich finde, ein Blog sollte vor allem demjenigen gefallen, der darauf schreibt. Der/Die Verfasser*in sollte hinter den Beiträgen stehen, hinter der Aufmachung, hinter dem Namen. Mir hat am Anfang jemand gesagt, der Name „Schreibtrieb“ sei so negativ, weil da ja „Trieb“ drinnen sei. Gerade das hat mir aber gefallen, die Notwendigkeit dabei.

Ich hoffe, ihr habt etwas Neues über mich erfahren oder seid zumindest auf die tolle Aktion aufmerksam geworden. Klickt euch durch, findet Blogs, das werde ich jetzt auch machen, denn die Kinder schlafen …

Kommentare

  1. Karin

    Hallo und guten Tag,

    O.K. darüber bin ich als nur Leserin auch gestolpert und ich persönliche empfinde es nur als eine andere Art des Taggers.

    Aber egal Hauptsache es macht Spaß..LG..Karin…

  2. So ein schönes Bild. Das ist wirklich wahr, dass man Ruhe braucht, um zu schreiben. Das ist so selbstverständlich, dass man sich da gar keine großen Gedanken drüber macht (zumindest noch nicht als so kinderloser Mensch wie ich. Da bin ich nur froh, wenn sich nicht wieder eine Katze quer über die Tastatur platziert.)

  3. Ich finde die Kritik am „Trieb“ grad urlustig; Triebe sind doch an sich was völlig Natürliches. (Bist du da etwa im Kopf von wem zu ’nem Pornostar oder Sexualstraftäter geworden?)
    Jetzt stell ich mir auch vor, wie du so dastehst: „Her mit Papier und Stift, ich bin ein gefährlicher Schreibtriebtäter!“. 😀

    LG,
    Tanja

Ich freu mich über eure Meinungen