Unsere liebsten Kinderbücher

Mit Keule, Nudel und Knopf gibt es jeden Tag Neues für mich zu entdecken. Manchmal entdecke ich auch altes wieder. Und täglich gibt es in unserem Leben Bücher. Mama-Bücher, in die Nudel nichts malen und die Knopf nicht essen darf. Papa-Bücher, die Keule sich anschaut und Ärger bekommt, wenn Nudel oder Knopf das Buch erwischen oder Keule es ganz allein schafft, Eselsohren rein zu machen und Seiten raus zu reißen. Es gibt Kinderbücher für Keule mit langsam immer etwas mehr Text und weniger Bildern, Kinderbücher für Knopf, mit fast keinem Text und hauptsächlich Bildern.
Und es gibt Kinderbücher für Nudel.

Haufenweise.

Tonneweise.

Manchmal erscheint mir mein Haus ein einziges Bücherregal für Nudel zu sein. Ich bin hoch beeindruckt, erstaunt und gleichermaßen stolz wie verschreckt, wenn sie einen Stapel, der über ihren Kopf reicht, die Treppe hinunter balanciert und mir vor die Füße knallt. Unser Kinderbuchregalbrett im Wohnzimmer ist längst um zwei bis drei Fächer des Couchtischs und die Ablagefläche oben auf unseren Bücherregalen erweitert worden. Egal, wo ich bin, immer kann ich mindestens ein Pixi-Buch sehen. Sie vermehren sich heimlich – da bin ich sicher. Es gibt sie natürlich im Kinderzimmer und im Wohnzimmer. Aber auch im Badezimmer, im Elternschlafzimmer, in der Küche, auf dem Klo, im Auto, im Flur. Manchmal wache ich nachts auf, weil mir jemand eine Ladung Kinderbücher ins Bett geknallt hat. Unter meinem Sofa sammeln sich keine Wollmäuse, sie haben gar keine Chance gegen die Masse an Kinderbüchern. Und fast jede Nacht schläft die Nudel in ihrem Bett mit ein bis fünf Büchern im Arm oder unter dem Kopf ein.

Echt jetzt.

Ich bin mächtig stolz.

Und damit ihr auch etwas von Nudels Bücherliebe habt, dachte ich mir, ich stelle euch ab und an die aktuellen Lieblingsbücher vor, die ich so oft lesen muss, dass ihr mich nachts um drei nach dem genauen Wortlaut fragen könnt und ich müsste nicht mal wach werden. Ich liebe diese Bücher. Und manchmal hasse ich sie auch ein bisschen. Ein Leben ohne sie könnte ich mir nicht vorstellen.

Die Heule Eule von Paul Friester steht ganz oben und lebt etwa seit zwei Monaten in meinem Wohnzimmer. Die kleine Heule Eule heult schrecklich laut (das ist meine Nudel, dachte ich in der Buchhandlung). Alle Tiere im Wald wollen wissen warum und der kleinen Heule Eule helfen, damit sie ja wieder aufhört. Doch egal was ihnen einfällt, die Heule Eule ist nicht so leicht zu stoppen.

Immer, wenn wir das Buch vor lesen, muss ich aufpassen, dass die Fenster geschlossen sind und niemand die Polizei  rufen kann. Denn sobald die Heule Eule heult – und das macht sie ja ständig – heulen wir auch^^ Meine Mama liebt das Buch. Sie lacht am Ende immer laut und allein darum würde ich es immer wieder kaufen.

Kasper Mütze geht in die Schule von Janosch hat meine Mama aus ihrem – also meinem – alten Fundus mitgebracht. Das Buch gibt es nur noch antiquarisch – was es nur umso schöner macht. Die Nudel liebt es, vor allem am Anfang den Ausdruck „Schlafpinsel“, denn Kasper Mütze verschläft und kommt zu spät zur Schule. Da geht es zum Glück herrlich chaotisch und frei zu, gelernt wird trotzdem. Ein Traum.

Da die Keule jetzt in die zweite Klasse kommt, kann die Nudel so ein bisschen „glauben“, was in der Schule so passiert. Noch dazu sind Janoschs Zeichnungen eben genial, wunderschön und für Kinder jeden Alters.

Elmar und der Schmetterling ist einer der Geschichten um den karierten Elefanten Elmar, den David McKee erfunden hat. Diesmal rettet Elmar einen Schmetterling, der daraufhin verspricht, auch Elmar einmal zu helfen. Der lacht sich erst mal schlapp und kommt prompt in eine Situation, in der ihm nur einer helfen kann – der Schmetterling.

Wir haben mehrere Elmar-Bücher, aber das ist momentan der Renner bei der Nudel. Die Bücher zeichnen sich eigentlich alle dadurch aus, dass die Individualität der Figuren betont wird und gleichzeitig auf ihre Ähnlichkeit trotz ihrer Unterschiede verwiesen wird. Immer wieder schön.

Ich freu mich über eure Meinungen