Durch Nacht und Wind – Stefan Lehnberg

Auf Netgalley bin ich auf Durch Nacht und Wind von Stefan Lehnberg gestoßen. Da konnte ich nicht widerstehen. Der Untertitel „Die criminalistischen Werke des Johann Wolfgang von Goethe. Aufgezeichnet von seinem Freunde Friedrich Schiller“ hat meine Germanistenneugierde geweckt. Erschienen ist der Krimi mit historischen Anspielungen im März bei Tropen (Klett-Cotta) …

Weimarer Klassik – Die Epoche des Mittelwegs

Raus aus Weimar 1786 reiste Goethe in einer Nacht und Nebel Aktion zum ersten Mal nach Italien. Diese Flucht vom Fürstenhof wird paradoxer Weise als Beginn der Weimarer Klassik definiert, denn in Italien traf Goethe auf Ruinen und antike Statuen, verliebte sich in die ewige Stadt Rom, wo heute noch …

Aufklärung, Sturm und Drang, Empfindsamkeit

In der Vorlesung zur Einführung in die Literaturwissenschaften dieses Semester wurde die Aufklärung zumindest sitzungsmäßig vom Sturm und Drang und der Empfindsamkeit getrennt. Epochenmäßig sind wir nach dem Barock hier spätestens bei unklaren Trennlinien angekommen. Viele Elemente teilen sich die drei Literaturepoche, die sich auch zeitlich überschneiden. Ob Gegenbewegung(en) oder Randform(en) …

Lyrik in der Einführung Literaturwissenschaft

Vergangene Woche kam die Einführungsveranstaltung, die ich mit betreue, zum Thema Lyrik. Epik und Drama waren abgearbeitet und der Dozen wollte sich „das Schwierigste“ bis zum Schluss aufheben. So schwierig ist die Lyrik aber gar nicht. Tatsächlich ist sie sehr einfach gestrickt und so schön assoziativ und mit viel Interpretationsspielraum …

Warum ein Leben ohne Goethe sinnlos ist – Stefan Bollmann

Als Literaturwissenschaftlerin wurde ich bei dem schon fast loriotschen Titet von Stefan Bollmann, Warum ein Leben ohne Goethe sinnlos ist, sofort hellhörig. Bei DVA sind die 288 Seiten dieses Jahr erschienen – und haben das Zeug dazu, den Herrn Geheimrat wieder populär zu machen. Stefan Bollmann erzählt anekdotenreich und mit …

Goethe in Rom

Wo Goethe aß, wo Goethe schlief, wo Goethe saß, wo Goethe lief sind heute neue Pflastersteine, setzten sie Zeichnungen ins Reine, verschenken Rosen für viel Geld – verfallne Hauptstadt dieser Welt. Wo Goethe schrieb, da schreiben viele; doche keiner so wie er. Rom war ihm lieb, die goldnen Ziele, verrust …

Oh Mütter

Meine aktuell abgegebene Bachelorarbeit befasst sich mit der Mutterfigur in Werken Goethes. Auch meine Kolumne bei Face2Face hat Mütter zum Thema. Da aber aller guten Dinge drei sind, kommt hier als Sahnehäubchen ein Gedicht. Oh Mütter, die ihr zahllos seid, im Nehmen wie im Geben, die ihr der Ewigkeit geweiht, …

Wörterleuchten – Peter von Matt

„Kleine Deutungen deutscher Gedichte“ lautet der Untertitel von Wörterleuchten. Peter von Matt sammelt darin sechzig Gedicht-Deutungen gesammelt hat, die meisten hat er für die Frankfurter Allgemeine Zeitung geschrieben. Den Anfang macht dabei ein Werk aus dem Mittelalter von Heinrich Hetzbold von Weißensee. Über Goethe, Schiller, Eichendorf, Heine, Storm, Keller, Eich …