Schmitz' Häuschen von Ralf Schmitz

Dieses Buch mit vorwiegend rotem Einband (Nebenaufgabe #2 im Februar) und 336 Seiten fand an Weihnachten seinen Weg zu uns, besser gesagt, seinen Weg ins Bücherregal meines Mannes. Ein Freund meinte, nach unserem Hauskauf/Renovieren/Umzug wäre es genau das Richtige für uns. Und ich war wirklich gespannt, denn als Komiker mag ich Ralf Schmitz wirklich sehr und kann immer wieder über ihn lachen (vielen Dank dafür!!)
In Schmitz‘ Häuschen berichtet er alias der Erzähler davon, wie er ein Haus geerbt hat und es von diversen Handwerkern renovieren gelassen hat. So weit, so gut. Dass dabei nicht alles glatt laufen kann, ahnt der Leser bereits. Dass dabei so viel schief läuft, sich im Kreis dreht, vergessen wird, und wieder zusammen fällt wie im Buch reicht schon an ein paranormales Phänomen. Und immerhin scheint Schmitz auf alle Fälle ein Händchen dafür zu haben, die falschen Handwerker zu engagieren.
Untermauert (kleines Wortspiel) ist das Ganze mit Fotos, Tagebucheinträgen, Listen und Tests, die die unterschiedlichen Erlebnisse des Umbaus voneinander abgrenzen. Das hilft vor allem bei thematischen Sprüngen oder einzelnen Schwerpunkten als Abschlussmarkierung.
Der sonst so bissige Stil von Schmitz verliert im Verschriftlichen einiges an Fahrt. Tatsächlich kam ich wesentlich seltener zum Schmunzeln oder gar zum Lachen, wie ich es gehofft hatte. Manchmal, ja manchmal kam bei mir sogar der Gedanke auf, dass das Buch eigentlich gar nicht lustig ist. Aber vielleicht bin ich da auch zu nah am Albtraum Renovierung dran.
Gelungen fand ich vor allem die eingeschobenen nacherzählten Dialoge, die nicht nur Unterhaltungswert hatten, sondern auch realitätsnah wirken. Andere Stellen waren dann schon wieder so erzählerisch, dass es einfach der mündlichen Vermittlung und typischen Betonung bedarf, um darüber herzhaft lachen zu können. Meine Meinung.

Kommentar

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