Jake Djones und die Arena des Todes – Damian Dibben

Der erste Band von Damian Dibben über den Geschichtshüter Jake Djones hat mir schon ziemlich gut gefallen, da war es wirklich toll, dass ich auch den zweiten Band , erschienen bei Penhaligon, so kurz darauf lesen konnte. 353 Seiten hat Jake Djones und die Arena des Todes. Am Ende hätten es für mich gerne ein paar mehr sein können.

Nachdem Jake seine Eltern im ersten Band retten und zurück zum Hauptquartier der Geschichtshüter bringen konnte, ist für ihn klar, dass er jetzt dazu gehört. Auf einem wichtigen Auftrag aber lässt er sich mal wieder von seinen Gefühlen leiten und das Mittel, das es den Agenten erlaubt, durch die Zeit zu reisen, fällt dem Feind in die Hände. Während Nathan und Charlie mit Jupitus Cole dann auch noch auf eine Mission ins antike Rom zu Topaz eilen, muss Jake eigentlich mit seinen Eltern und seiner Tante Rose zurück in seine Zeit, um wieder die Schulbank zu drücken. In der Antike aber läuft alles nicht so wie gedacht und schnell muss eine zweite Gruppe Agenten zurück ins Jahr 27 n.Chr. Zu dumm nur, dass so weite Zeitsprünge nicht jeder machen kann. Einzig Jake und Rose können den Gestrandeten zu Hilfe eile und so bekommt Jake eine neue Chance sich zu beweisen. Dabei muss er nicht nur mit Lucius zusammenarbeiten, der sich in Topas verliebt hat, sondern mehr als einmal beweisen, das Mut und Tapferkeit für einen Helden wichtiger sind, als große Waffen oder Muskelkraft.
Sympathisch fand ich sofort, dass Jake eben nicht das absolute Wunderkind ist, das sich sofort zum besten Agenten der Geschichtshüter gewandelt hat. Er macht Fehler, ist emotional, spontan und handelt, ohne zu überlegen. Damit ist er noch ein richtiges Kind. Und doch hat er das Herz am richtigen Fleck und ist bereit, für seine Fehler einzustehen, eine Eigenschaft die manch Erwachsenem noch lange fehlt. Jakes Unbeholfenheit ist für mich ein wichtiger Punkt des Romans. Wie Jake stolpert der Leser manchmal über Kleinigkeiten oder Andeutungen, kann sie aber nicht immer zusammen bringen. Dieses schöne Zusammenspiel trägt die Spannung und lockt immer weiter.
Etwas Schade fand ich, dass dieses Mal die Geschichte zwischen Jupitus und Rose sehr gekürzt war. Zwar erfährt der Leser endlich, was es mit der eigenartigen Verlobung auf sich hat und welches Geheimnis Jupitus verbirgt, doch das wird nicht vollständig aufgeklärt, sondern muss als „Cliffhanger“ für den nächsten Band herhalten. Gerade hier sehe ich Leerstellen, die nicht sein müssten. So lässt sich Rose schnell von Jupitus überzeugen, es wird aber nicht klar gemacht, wie die anderen Geschichtshüter auf die Neuigkeiten reagieren.
Dass Jakes Gefühle für Topaz zwar treibend, aber nicht ausschlaggebend sind, fand ich sehr gut. Seine Leidenschaft für die schöne Agentin kam mir im ersten Band etwas zu schnell und auch wenn sie ihn zu mögen scheint, ist eine Beziehung zwischen den beiden hier für mich noch zu früh. Das Einbringen eines erfolgreichen Nebenbuhlers war da eine gute Lösung, um Jake noch ein bisschen reifen zu lassen und gleichzeitig wichtige Erfahrungen einzubringen.
Die zeitliche Umgebung vom alten Rom finde ich sehr schön. Dass Jake kein Wort Latein spricht verkompliziert zwar die Sache, zeigt aber wieder, wie viel er im Vergleich zu seinen Freunden noch zu lernen hat. Gerade für ein Jugendbuch finde ich solche Anreize sehr gelungen. Insofern kann ich das Buch durchaus empfehlen und freue mich, dass der dritte Teil der Reihe ja dieses Jahr erst erschienen ist und ich somit noch etwas Lesegenuss vor mir habe.

Ich freu mich über eure Meinungen