Gesucht! Henri, der Bücherdieb – Emily MacKenzie

Gesehen und sofort geliebt habe ich Gesucht! Henri, der Bücherdieb von Emily MacKenzie, das ich für meine Nudel besorgt habe. Erschienen sind die 32 Seiten bei Lingen dieses Jahr in der Übersetzung von Kanut Kirches.

 Henri, der Hase liebt Bücher. Und weil er sie so sehr liebt und immer mehr Bücher haben will, beginn er welche zu stehlen. Doch auch Artur liebt Bücher. Und eines Tages fehlt sein Lieblingsbuch. Aber niemand glaubt ihm.

Wie für uns gemacht

Natürlich ist es fast schon obligatorisch bei einer so buchverrückten Mama, Verbindungen zu Henri zu finden. Der Hase hat Bücherlisten, schreibt Rezensionen und liebt Bücher über alles. Kommt wahrscheinlich nicht nur mir bekannt vor. Auch meine Tochter hat sich gleich in den Hasen hineinversetzen können. Da ist es fast schon irritierend, wenn die Sicht springt und Artur erscheint.

Aber auch mit ihm konnten wir uns sofort identifizieren. Denn auch Artur liebt Bücher und er findet es gar nicht toll, wenn sein Lieblingsbuch plötzlich verschwindet. Dass er nicht ernst genommen wird ist eine sehr kindgerechte Sichtweise. Mehrere Instanzen geht er dabei durch und hat am Ende nur durch Zufall Erfolg.

Viel Bewegung auf den Seiten

Die Zeichnungen sind wirklich toll und so zeigen die Seiten viel Bewegung, statt nur Bild und Text. So wird auch das Vorlesen eher ein Erlebnis, als ein einfacher „Vorgang“. Klar steht hier das Buch im Mittelpunkt. Die Figuren teilen die Leidenschaft zum geschriebenen Wort und Henri ist regelrecht besessen von Büchern.

Interessant ist auch, dass Artur und Henri sehr konträr sind. Während der Hase als Außenseiter dargestellt wird, ist Artur als Kind in einer anderen Position. Hier ist die Ausgrenzung eher von oben, durch die Erwachsenen. Dass Artur und Henri am Ende Freunde werden, ist ein wunderschönes, rundes Ende. Die Liebe zu Büchern vereint und schafft Gemeinschaft. Ein Buch für JEDEN von uns!

Ich freu mich über eure Meinungen