Flammenkind – Bianca Peiler

Eine weitere Blogtour, an der ich teilnehmen darf, ist die zu Bianca Peilers Fantasybuch Fire Hazard – Flammenkind, 238 Seiten lang. Ich war sehr gespannt, da ich nicht unbedingt eine Vampirbuch-Leserin bin, der Klappentext mich aber sehr angesprochen hat.

Lele ist eine Halbdämonin, in ihr schlummert ein schier unkontrollierbares Feuer, das sie trotz jahrelanger Übung noch nicht so ganz im Griff hat. Darum ist es nur gut, dass ihr Mentor Ripper mental immer an ihrer Seite ist, denn Lele arbeitet für die Vereinigung Deutscher Jäger und Wächter. Als aber ihr Partner Michail ermordet aufgefunden wird, hat Lele wenig Zeit, in Flammen auszubrechen, denn natürlich will sie den Schuldigen möglichst schnell schmoren lassen. Der gutaussehende Austauschpartner aus England, Calvin, treibt Lele zwar manchmal zur Weißglut, weiß aber scheinbar ganz gut damit umzugehen. Ehe die beiden aber genau herausfinden können, was in ihnen steckt, sind sie auch schon mitten in einem Kampf auf Leben und Tod und der Jagd nach Michails Mörder.

Klingt etwas nach Klischee? Mädchen mit Feuer verhaut die bösen Buben und führt nebenbei ein Kosmetikstudio. Wirkt aber! Denn Lele ist alles, aber keine Tussi – auch wenn sie vielleicht so aussieht. Stattdessen ist sie schlagfertig, frech, sarkastisch – und mit einer Scheißangst ausgestattet, weil sie keine Ahnung hat, welche Kräfte in ihr schlummern. Das macht sie zu einem lebensnahen Charakter, zu dem ich sofort einen Draht hatte. Als Erzählerin des Romans sind ihre Kommentare treffsicher und dabei doch auch immer mit einem Schmunzler zu verstehen. Daneben schafft es die Autorin auch die anderen Charaktere zu Unikaten zu machen, ihre Sprache, ihr Verhalten, ihren Einfluss auf Lele, selbst Nebenfiguren werden dabei greifbar und bekommen Kontur.

Leles freche Art macht auch einen dicken Pluspunkt beim Stil, der kein alltäglicher ist, aber gerade dadurch heraussticht. Denn schnell wird klar, dass Leles Art schierer Selbstschutz ist und so wechseln sich auch im Roman die Passagen mit trockenem Humor und der durchschimmernden Angst vor sich selbst gelungen ab und schaffen eine runde Mischung, die mir sehr gefallen hat.

Der Verlauf der Handlung ist gut durchdacht und toll ausgearbeitet. Nicht zufällig, sondern zielsicher ist der Weg von Lele und Calvin und so sind die beiden klare Akteure und werden nicht in irgendetwas hineingezogen. Diese aktive Art setzt sich fort und belebt die Handlung der Geschichte. Einige Andeutungen auf weitere folgende Teile der Reihe werden gegeben, aber nicht so, dass die Handlung zu keinem Ende käme, sondern als Ausblicke und Anreize, die Reihe zu verfolgen, was meiner Meinung nach gut gelungen ist.

Ein Volltreffer und ein wirklich empfehlenswertes Buch für alle, die Fantasy lieben. Schaut auf jeden Fall bei der Blogtour vorbei, auf die bin ich selbst schon sehr gespannt.

Kommentar

  1. Pingback: Blogtour: Fire Hazard (Flammenkind)

Ich freu mich über eure Meinungen