Mai

Was ich im Mai lesen soll und lesen werde (und gelesen habe)

 

Der Mai, das vorab, ist eigentlich ein schöner Monat für mich. Ich habe Geburtstag und Hochzeitstag, es ist Grillsaison und Erdbeerzeit. Eigentlich mag ich den Mai. Doch diesmal hat mir Einmal durchs Regal ihn gründlich versaut, noch bevor er angefangen hat. Thriller soll ich lesen. Und als ob einer nicht reichen würde, sollen es sogar drei sein. Haupt- und Nebenaufgabe, alles nur Thriller. Ein Albtraum. Aber ich stelle mich der Angst und lese:

Einen Thriller, der zwischen 445 und 470 Seiten hat: Deathbook von Andreas Winkelmann mit genau 448 Seiten

Deathbook von Andreas Winkelmann behandelt zumindest ein modernes Thema und das auch nicht schlecht. Es gibt zwei Erzähler, den Thrillerautor Andreas (^^), der den Tod seiner Nichte aufklären will, die angeblich Selbstmord begannen hat (was er natürlich nicht glaubt) und den Tod 3.0, den Killer, der Internet und Mobiltelefon einsetzt, ja geradezu beherrscht, um vor allem Jugendliche in eine tödliche Falle zu locken. (mehr)

Einen Jugendthriller: Freisprung von Manuela Tengler mit 215 Seiten

Nadine ist unendlich traurig, denn ihr großer Bruder ist tot. Als sie auf den geheimnisvollen Mark trifft, holt sie die Faszination für den Jungen aus ihrer Lethargie. Und auch Mark ist fasziniert von seinem „Engel“. Sie umkreisen sich und finden zueinander. Doch leichter wird damit nichts. Mark lebt ein Leben voller Extreme, er vergöttert Nadine und zwängt sie ein, rast vor Eifersucht und verspricht ihr das Blaue vom Himmel. Anfänglich genießt Nadine die extreme Art der Liebe, dann fühlt sie sich eingeengt und schnappt nach Luft. Während Mark die Augen vor seinem Problem verschließt, wird Nadine schwanger und muss sich entscheiden, welche Zukunft sie für sich und ihr Kind will.
Die Beziehung ist, selbst wenn die Autorin es nicht so sieht, zum Scheitern verurteilt. Nadine springt von den elterlichen Zwängen in den goldenen Käfig bei Mark. Sie kann sich nicht entwickeln, wird Mutter, bevor sie dem Kind entwachsen ist. Sie unterwirft sich Mark, immer wieder . Jeder ihrer Versuch sich von ihm zu trennen, endet bei ihm. Und meistens ist es allein der Trotz, ihrem Vater und ihren Freunden nicht recht zu geben, der sie in Marks Arme wirft. Damit hilft sie ihm nicht, der endlich in Therapie gehen sollte, weil er Borderline hat. Sie ist keine starke Stütze für ihn, sondern eine Idealisierung, der sie nie gerecht werden kann, an die er sich verzweifelt klammert, ohne die Verantwortung für sich selbst und seine Taten zu erkennen. Es sind Kinder, reinste Kinder, die hier keinen Deut erwachsen werden, sondern sich selbst am Ende mit einer grausamen, kindischen Lüge weiter von ihren Mitmenschen abschotten. (mehr)

Einen Psychothriller: Nachtkalt von Mark Franley mit 270 Seiten

Medizinstudentin Anja wird plötzlich verfolgt und bekommt geheimnisvolle Anrufe eines Fremden, der sie bedroht. Die Polizei allerdings findet keine Beweise, Anja wirkt unglaubwürdig. Erst ein Mordkommissar und ein engagierter Detektiv glauben ihr und versuchen, ihr zu helfen. Da wird ihre Mutter fast vergiftet, ihr autistischer Bruder entführt und Anja sieht überall nur noch Gefahr. Für sie es nur einen Weg aus dem Teufelskreis und mittlerweile hat der Fremde es auch noch auf den Privatdetektiven abgesehen. (mehr)

Was ich diesen Monat außerdem gelesen habe:

Juliet, Naked von Nick Hornby mit 368 Seiten

Das Lied meines Vaters von Andreas Hauffe mit 373 Seiten

Flughunde von Marcel Beyer mit 304 Seiten

Reaper Man von Terry Pratchett mit 354 Seiten

Ich freu mich über eure Meinungen