Juni

Meine Einmal-durchs-Regal-Leseliste für den schönen Juni. Ob ich zwischen Prüfungswochen und Masterarbeit überhaupt zum Vergnügungslesen kommen werden, steht noch in den Wolken, aber ich bin zuversichtlich, immerhin enden ja auch die Seminare. Der Thriller-Monat Mai ist ja glücklicherweise auch vorbei, die neuen Aufgaben finde ich schon sehr viel spannender und habe auch gleich passende Bücher in meinem Regal gefunden. Ich werde also lesen:

Eine Dystopie: Cloud Atlas von David Mitchell mit 544 Seiten

In sechs Geschichten, die ineinander „gesteckt“ werden, wird die Geschichte von sechs Personen erzählt. Dabei greift der Autor auf die unterschiedlichsten Methoden zurück. Ein Reisetagebuch, Briefe, eine Kriminalgeschichte, ein Ausbruch aus einem Altersheim mit Ich-Erzähler, ein Interview und die sprachlich sehr interessante Geschichte im Mittelpunkt des Buches. Es ist auch die einzige Geschichte, die in einem Stück erzählt wird. Ineinander verschachtelt beginnt und endet der Roman mit den Tagebucheinträgen eines Reisenden zur Zeit des Sklavenhandels, die Geschichte in der Mitte ist eine der beiden, die im Gegensatz dazu in der Zukunft spielt. Streng genommen ist also nur ein Teil des Romans eine Dystopie, die Geschichte von Somni~451, einer synthetisch produzierten Kellnerin, die Individualität, Intelligenz und Wahrheit erwirbt, und der Bericht von Zachry, der in einer postapokalyptischen Welt überleben muss. (mehr)

Ein Buch, dessen Cover primär ein Tier zeigt: Mieses Karma von David Safier mit 288 Seiten

Kim ist Moderatorin, Mutter, Ehefrau, irgendwie unglücklich, verliebt in ihren Kollegen und ausgezeichnet mit dem deutschen Fernsehpreis. Da wird sie aus heiterem Himmel von einem herabstürzenden Weltraum-Waschbecken erschlagen und findet sich im Kreislauf der Reinkarnation wieder. Als Ameise trifft sie ausgerechnet Casanova, der schon eine ganze Weile Insekt spielt, und reist ihn mit sich, als sie durch gute Taten und etliche Tote ihrerseits aufsteigt und vom Meerschweinchen zur Katze wird. Schließlich wird sie auch wieder Mensch, und natürlich nicht etwa ein schlankes, berühmtes, brillantes Exemplar, sondern eine nicht mehr so junge, übergewichtige Putzfrau. Als diese versucht sie nun, ihrer Familie, allen voran ihrer Tochter wieder nahe zu kommen. Denn im Tod hat sie nur eins gelernt: Nichts liebt sie mehr als ihr Kind. (mehr)

Ein Buch, dessen Autor einen Nachnamen hat, der mit J, U, N, oder I beginnt: The 100-Year-Old-Man Who Climbed Out the Window and Dissappeared von Jonas Jonasson mit 384 Seiten.

“Warum liest du dieses Buch auf Englisch”, fragte mich meine Mutter zu The 100-Year-Old Man, das ich für die Nebenaufgabe von Einmal durchs Regal gelesen habe. „Der Autor ist doch Schwede“. Da hat sie recht, das ist er, aber die 384 Seiten auf Schwedisch zu lesen hätte dann doch einen Sprachkurs für mich erfordert, und ich lese einfach gerne auf Englisch, schon alleine weil sich die Übersetzter da mehr Mühe geben, weil die Ausgabe von mehr Menschen gelesen wird. Zum Inhalt brauche ich über den Bestseller wohl nicht mehr viel zu sagen. (mehr)

Für die Zusatzaufgabe von Michelle:

Good Omens von  Terry Prattchet und Neil Gaiman mit 402 Seiten

Agnes Nutter, ihres Seitens Hexe, hat ein Buch geschrieben, indem sie das Ende der Welt prophezeit. Ihre Nachfahrin Anathema folgt diesem Buch, das ihre eigene Zukunft beinhaltet. Zumindest bis der Sohn Satans 11 wird. Der Antichrist, der von Seiten der Hölle eigentlich von einem amerikanischen Diplomaten aufgezogen werden sollte, gelangt durch eine übereifrige, satanistische Nonne, in das falsche Kinderbett, wird fortan Adam und nicht Warlock genannt, und wächst in einer Londoner Vorstadt, unbeeinflusst von Himmel und Hölle auf. Erst kurz vor dem geplanten Weltende fallen einem Engel und einem Dämon, die mehr oder weniger zusammen arbeiten, auf, dass Satans Sohn keinesfalls Warlock ist. Denn Hunde, selbst Höllenhunde, sind nicht nur schlauer als Menschen, sondern auch als Engel, Dämonen, etc. Der Höllenhund, der dem Antichrist dienen soll, findet zielsicher Adam, wird Hund genannt und erfährt plötzlich die angenehmen Kleinigkeiten des Hundelebens kennen. Kurz gesagt: Am Ende will weder Adam, noch der Hund, noch besagtes Engel-Dämonen-Gespann dass die Welt untergeht. Nur der Himmel und die Hölle haben das noch nicht mitbekommen. Und irgendwie ist Adam sich auch nicht so wirklich sicher, was er will, kein Wunder, er ist ja auch erst 11. (mehr)

Was ich außerdem gelesen habe:

Who the f*** is Heidi von Sarah Krobat mit 311 Seiten

The Initiate von Louise Cooper mit 220 Seiten

Ich freu mich über eure Meinungen