Juli

Ich hoffe sehr, dass ich neben Hauskauf und Masterarbeit überhaupt zum Lesen komme, aber nichts desto trotz sind die Aufgaben für Juli gekommen und ich habe meine Bücher gewählt:

Was ich im Juli lesen soll, lesen werde und gelesen habe

Ein Buch, in dem Musik präsent ist: Die Klavierspielerin von Elfriede Jelinek mit 335 Seiten

Erika ist Pianistin mit Leib und Seele, aber nicht aus freien Stücken, sondern weil ihre vereinnahmende Mutter sie immer dazu gedrängt hat, sie dazu auserkoren hat, weil sie, wie alle Mütter, wusste, dass ihr Kind absolut einmalig ist. Nur ganz funktioniert hat es mit Erikas Karriere nicht. Statt Starpianistin ist sie Klavierlehrerin. Mit der Mutter teil sie alles, Wohnung, Bett und Freizeit. Es gibt kein ICH für Erika, dafür sorgt ihre Mutter immer wieder, zerschneidet die teuren Kleider der Tochter, die diese unerlaubt kauft und doch nie trägt, denn die Mutter entscheidet natürlich, was getragen wird. Kein Muttersöhnchen, vielmehr ein Töchterchen ist Erika, längst erwachsen und doch noch Kind. Besonderen Einfluss hat das auf ihre Sexualität, die unterentwickelt ist. Erika sucht Lust, sucht erotische Erfahrung, sucht Begehren und findet nichts. In Angst und Schmerzen erfährt sie Sinnlichkeit und hofft, hier Lust zu erfahren. (mehr)

Ein Buch, in dem Wasser eine entscheidende Rolle spielt: Mein Sommer am See von Emylia Hall mit 417 Seiten

Der Roman ist mehr ein Erinnerungsbuch, ein Selbstfindungsroman, Adoleszenz- und Mutter-Tochter-Geschichte. Beth bekommt ein Päckchen, dass sie schnell in ihre Vergangenheit führt. In der Gegenwart ist ihre Mutter gestorben und deren Lebensgefährte schickt Beth ein Fotoalbum, dass die Mutter über die gemeinsamen Sommer geführt hat. Sofort ist klar, da gibt es einiges aufzuarbeiten. Beth will auf Distanz bleiben, will das Päckchen vergessen, gar nicht öffnen, denn sie ahnt, es ist von Bedeutung. (mehr)

Ein Buch mit 160-190 Seiten: The Master von Lousie Cooper mit 184 Seiten

Während Cyllan sich nach einem heftigen Sturm durch die Dörfer zieht und nach Tarod sucht, erfährt sie, dass ein Kopfgeld auf ihrer beider Leben ausgesetzt worden ist. Der Seelen-Stein, der sie mit ihrem Geliebten verbindet wird darum auch zum deutlichen Merkmal, wer sie ist. Sie muss den Stein verstecken und ihre hellen Haare dunkel färben. Alles geht gut, bis sie auf Mitglieder der Schwesternschaft trifft, unter denen eine Seherin ist. Auch Tarod ist auf der Suche nach Cyllan und sieht, wie die Angst die Menschen wahnsinnig werden lässt. Dutzende Hexenverfolgungen, gegenseitige Verurteilungen, Raub, Zerstörung, Mord. In ihm wächst der Zweifel, ob dies alles im Namen der Ordnung, die er doch erhalten will, Sinn hat. Sein alter Freund und neuer Verfolger Keridil dagegen plant ein gewaltiges Ritual um keinen geringeren als den höchsten Gott der Ordnung anzurufen. Das kommt Tarod gerade recht. Auch er ist, nachdem er Cyllan gerettet hat, auf dem Weg zu jenem heiligen Schrein und will den Gott bitten, ihn zu einem richtigen Menschen zu machen und den Chaos-Stein zu zerstören. Doch Ordnung ist skrupellos, wenn es darum geht, sie zu erhalten, und es kann keine Ordnung geben, ohne Chaos. Tarod muss sich entscheiden zwischen Liebe und Gewissen, zwischen Recht und Unrecht. Und gerade ihm, dem Chaos-Gott der Zeit, läuft eben selbige davon. (mehr)

Was ich außerdem gelesen habe:

Vor uns die Nacht von Bettina Belitz mit 384 Seiten

The Outcast von Louise Cooper mit 224 Seiten

Atemschaukel von Herta Müller mit 305 Seiten

Der Zeitentaucher von Tammy Lincoln mit 396 Seiten

Die Blechtrommel von Günter Grass mit 816 Seiten

Montgomery von Sibylle Lewitscharoff mit 347 Seiten

 

 

 

Ich freu mich über eure Meinungen