August

Hier kommt meine August-Leseliste für Einmal-durchs-Regal. Den Juli habe ich ja trotz Master-Arbeit-Schreiben ganz gut überstanden (die Blechtrommel hat Seitentechnisch da durchaus ihren Teil begesteuert), und nun hoffe ich, im August auch etwas gelesen zu bekommen. Da die Kinder Ferien haben, ich aber Seminar wird das nicht ganz einfach. Noch dazu planen wir gerade die Renovierungen und den Umzug in unser Eigenheim – nein an zu viel Zeit leide ich mit Sicherheit gerade nicht. Doch ich habe mir dennoch einiges vorgenommen:

Ein Buch, welches Reisen als Thema hat:

Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem IKEA-Schrank feststeckte von Romain Puértolas mit 304 Seiten

Ayarajmushee Dikku Pradash heißt der Inder, der alle Welt betrügt und nun ein Nagelbett bei Ikea in Paris erwerben möchte – mit einem schlecht gefälschtem Euro-Schein. Prompt trifft er dort Marie, die sich spontan in ihn verliebt (er sich in sie schließlich auch, es ist ihm nur nicht wirklich klar). Weil er auf sein Nagelbett, dass zudem teurer geworden ist, als im Angebot angekündigt eine Nacht warten muss, will er im Möbelhaus nächtigen. Von Überwachungskameras hat er offensichtlich noch nie etwas gehört. Von Möbelhäusern, die mitten in der Nacht bereits aufgestellte Schränke verpacken und verschicken habe ich aber auch noch nichts gehört. Genau das passiert Ayarajmushee, der sich nun auf einer Reise mit afrikanischen Flüchtlingen nach London wiederfindet, dann auf der Abschiebung nach Barcelona, in einem Koffer nach Rom, einem Heißluftballon über dem Meer und einem Schlepper Richtung Afrika. Verfolgt wird er dabei mehr oder weniger zufällig von einem Roma, den er in Paris um das Taxigeld beschummelt hat. Vor allem jener Zufall ist es, der das Buch zwar rasant, aber auch langweilig macht. Überall trifft der weltfremde Inder Menschen, die er eben erst kennengelernt hat, wird von einer Schauspielerin gefördert und bekommt aus dem Stand einen Autorenvertrag, von dem unser eins nur träumt. Als er schließlich wieder in Paris landet und Marie wiedertrifft, ist er dem Lesen so fremd, wie zuvor auch. (mehr)

Ein Erotikroman: Crossfire Band 1 von Sylvia Day mit 417 Seiten

Eva (passt ja) ist gerade nach New York gezogen und hat dort in einer Werbeagentur angefangen. Am ersten Tag trifft sie auf Gideon Cross. Beide sind sofort voneinander angezogen. Während er ihr offen sagt, dass er sie „ficken“ will, ist sie nicht bereit, mit einem Mann zu schlafen, den sie nicht kennt. So weit, so typisch. Untypisch wird es bei Evas Vergangenheit, Psychologie spielt eine große Rolle im Roman. Sie ist vergewaltigt worden und kämpft noch immer mit Albträumen. Nebenbei ist sie auch noch reich. Wenn auch nicht so reich, wie Gideon, der für sie seine Prinzipien über Bord wirft und sich tatsächlich auch ohne Sex mit ihr trifft. Auch ihn umgibt ein Geheimnis aus der Vergangenheit, das im ersten Band nicht gelüftet wird. (mehr)

Ein Satire-Buch: Das teuflische Mama-Buch von Jill Smokler mit 208 Seiten

Jill Smokler betreibt in den USA einen, so scheint es, recht erfolgreichen Blog und hat nach diesem Erfolg den Sprung gewagt, ein Buch zu schreiben. Sie gibt zu, was viele Mütter tun, und vor allem sie selbst. Sie gibt zu, nicht perfekt zu sein und auch nur ein Mensch. Da ich mich in meiner kommenden Doktorarbeit mit der Mutterfigur in der Gegenwartsliteratur beschäftige hat mich das gleich doppelt interessiert. Denn immerhin ist auch unser Mutterbild von amerikanischen Filmen und Büchern geprägt. Mütter haben zu sein, so und so. Liebevoll, fürsorglich, geduldig, wohlwollend, eben perfekt. Mir ist noch keine Mutter untergekommen, die diesem Ideal gerecht werden könnte, aber die meisten waren perfekt, für ihre Kinder, die nunmal auch nicht objektiv perfekt sind, wohl aber für ihre Eltern. (mehr)

Was ich außerdem gelesen habe:

Der Zufall kann mich mal von Martin Gülich mit 192 Seiten

Neuromancer von William Gibson mit 323 Seiten

Crossfire 2 von Sylvia Day mit 416 Seiten

Crossfire 3 von Sylvia Day mit 481 Seiten

Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß von Christoph Wortberg mit 192 Seiten

Ich freu mich über eure Meinungen