Die Uni, das Bloggen und meine Suche nach Graphic Novels

In meinem Blogger-Block-Seminar an der Uni Mannheim ist es Teil des Kurses, einen Blog zu erstellen. In einem Monat werde ich prüfen, ob die Studenten, was ich ihnen beigebracht habe, angewendet haben, oder nicht. Danach werden viele der neuen Blogs gelöscht werden, andere werden weiterhin bestehen. So ging es auch mit meinem letzten Kurs im Frühjahr und wir alle wissen, wie schnell ein Blog im Alltag liegen gelassen wird. Aber selbst, wenn nur eine der Teilnehmerinnen weiterbloggt oder irgendwann wieder anfängt, kann ich für mich einen Erfolg verzeichnen. Die Neu-Blogger immerhin können sich meinen Kurs bei Bewerbungen aufs Portfolio schreiben: bloggen, dieses Internet-Ding, hab ich schon mal gemacht.

Im Frühjahr hatten wir zum Einstieg als gemeinsames Thema die Universität Mannheim gewählt, heute streuen wir etwas weiter: Mannheim soll es sein, auf die eine oder andere Möglichkeit. Die Ideen der Studentinnen sind vielseitig und ausgearbeitet. Das Mannheimer Footballteam, Kindertheater, Uni-Klinikum, beim Vorstellen der Themen war ich begeistert. Auch ich möchte den Bogen schlagen. Von der Comic-Lesechallenge hin zur Uni Bibliothek Mannheim.

Aufgaben für die Comic Lesechallenge November

Auf der Suche nach Graphic Novels

Ich bin bei der Comic-Lesechallenge ziemlich begeistert bei der Sache. Comics waren meine erste Buch-Liebe. In der Hängematte im Ferienhaus meines Onkels habe ich die alten Mickey Maus Hefte meines Cousins so oft gelesen, bis ich sie auswendig konnte. Die Asterix-Sammlung aus der Jugend meiner Eltern ist genauso durch meine Finger gewandert, wie die alten LTBs der ersten Stunde. Wir haben mittlerweile ein Bücherregal voller lustiger Taschenbücher. Gerade, wenn ich eigentlich wenig Lesezeit habe, oder zwischendurch einen Lesehappen brauche, sind Comics ideal. Und Graphic Novels erst! Diese künstlerische Verbindung zwischen Text und Bild, die nicht illustrieren, sondern wirklich Mehrwert liefern will, hat es mir angetan. Einer meiner ersten Wege führte mich dabei in unsere kleine, feine Stadtbücherei. Dort finde ich für meinen Mann regelmäßig seine geliebten Spirou und Fantasio Comics, mein Sohn leiht sich die Legenten aus Entenhausen aus, da muss doch auch etwas für mich dabei sein.

 

Pustekuchen. Zwei Anzeigen bekam ich beim Suchbegriff Graphic Novel, der kleine „Comicstand“ hat eine Handvoll Mangas, verschiedene Hefte, nichts, was ich Graphic Novel nennen könnte. Wo finde ich denn nun Graphic Novels? Der Ort in meiner Kleinstadt, der sich Buchladen nennt, führt keine. Jeder Supermarkt hat mehr Auswahl. Mein letztes Asterix-Heft habe ich beim Bäcker gekauft. Es lag neben der BILD. Wenn ich mich vom Schock erholt habe, weine ich. Wie ich an meine Comic-Bücher komme (zufälliger Weise die heute Frage der Challenge)? Nur gezielt. Tragischer Weise vor allem im Internet, aber das Buchhandel-Problem meines Heimatortes ist ein anderes Thema. Die Stadtbücherei jedenfalls hilft nur marginal, vor allem bei Spirou und Fantasio oder Donald Duck. Und Titel suchen, die es eben auch als Roman gibt, hilft nicht viel. Meine Suchanfrage bei der Stadtbücherei Mannheim kam auf sage und schreibe 18 Treffer. Immerhin etwas.

 

Mehr als nur Fachgedöns

Doch praktischer und auf meinem täglichen Weg liegt vor allem die Uni Bib in Mannheim. Die Bibliothek der Universität Mannheim ist auf mehrere Gebäude verteilt. Ein großer Teil ist im Schloss selbst, ein weitere schräg gegenüber in A3. Neben allerlei Fachliteratur finden sich dort auch Filme, Romane, Kinderbücher. Genauso wie Comics und Graphic Novels. Immerhin 120 Ergebnisse bekomme ich auf eine erste Suchanfrage, und ja, auch die Fachbücher dazu reizen mich. Fremdsprachige Ausgaben sind darunter, Neuerscheinungen, Romanadaptionen. Das schöne: Jeder kann sich an einer Universitätsbibliothek ganz normal einen Ausweis machen lassen, wie bei anderen auch. Das wissen nicht viele. Blöd allerdings, dass die Graphic Novells im Benutzungsbereich in A3 stehen. Dort dürfen nur Doktoranden und Dozenten ausleihen (gut allerdings, dass beides auf mich zutrifft^^). Alle anderen müssten sich um Lesen auf einen der vielen Plätze im Gebäude setzen. Lesen in der Bücherei. Ich kann mir schlimmeres vorstellen.

Das Mannheimer Schloss beherbergt einen Teil der Universität und einen Teil ihrer Bibliothek

Sollte ich jemals so richtig dick im Lotto gewinnen (dazu müsste ich erstmal spielen) oder meine Bücher zu regelrechten Bestsellern werden, gönne ich mir und der Kleinstadt einen richtigen Buchladen, der größer als fünf Quadratmeter ist. Träumen darf man ja. Allerdings sollte ich dann etwas mehr Werbung machen. Übrigens: Auch meine Fantasy-Reihe Zeitlose spielt in Mannheim, es gibt sogar eine Bibliotheksszene an der Uni (muhahahaha).

Die Blogs und Beiträge meiner Studentinnen findet ihr auf

schwabokultur (es geht um das Leben in zwei Kulturen)

Naturelover502 (Naturliebe, so einfach kann es sein)

Bücherpension (Yeah, ein Buchblog)

Marina Del Rey (Literaturblog – schaut ihn euch an!)

Life of Marsite  (über das Leben in Spanien)

Lesekrümel (Noch ein Buchblog, diesmal zu Kinderbüchern, wohoo)

Zauberhafte Lesestunden (der dritte Buchblog dieses Mal!!!)

Tasty Mind Blog (veganer Backblog)

Huddle with Mari (Football)

Gemütsgarten (ein Gartenblog)

Reise mit MC (über das Leben mit MC)

Ich freu mich über eure Meinungen