Die große Wörterfabrik – Agnès de Lestrade und Valeria Docampo

Eines unserer liebsten Kinderbücher ist die große Wörterfabrik von Agnès de Lestrade und Valeria Docampo. Auf Deutsch erschienen ist das wunderschöne Buch bei mixtvision in der Übersetzung von Anna Taube.

In einer Welt, in der die Menschen nur sprechen können, wenn sie vorher Wörter essen, sind die armen stumm. Paul hat leider kein Geld, aber er will Marie unbedingt Wörter sagen. Große Wörter, die ihr sagen, wie lieb er sie hat. Er nimmt seinen Mut zusammen und die Wörter, die er gefangen hat. Aber nicht nur er will Marie seine Liebe gestehen.

So wunderschön

Die große Wörterfabrik ist wunderschön. Die Sprache ist melodisch, poetisch und sehr gefühlvoll. Allein die Tatsache, wie kostbar die Wörter in diesem Buch dargestellt werden, macht den Text zu etwas Besonderem. Eine Liebesgeschichte für Kinder, die auf Mut und Hoffnung, großen Gefühlen und einen guten Herzen beruht.

Durch die Darstellung der Fabrik und die Armut des Jungen fühlte ich mich an die Industrialisierung erinnert. Auch das Farbschema Weiß/Schwarz/Rot ist sehr einfach und dadurch sehr aussagekräftig. Dass Paul drei Worte seiner Marie „schenkt“ unterstütz diese Trias.

Die Zeichnungen sind sehr schön und den Wörtern wird ein spezieller Raum zugewiesen, da sie zettelweise dargestellt werden. Diese sorgfältige Verwendung von Worten erfährt so eine visuelle Unterstützung. Auch wird die Überlegung, welche Bedeutung wir Worten eigentlich zuweisen und wie sorglos wir damit umgehen, angeregt. Und das nicht nur bei Erwachsenen.

Meine Kinder lieben das Buch sehr und können davon gar nicht genug bekommen, dabei haben sie es letztes Jahr zu Weihnachten bekommen.

Kommentar

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