Der Schatten des Windes (Hörbuch) – Kurzrezension

Als Zusatzaufgabe sollten wir für Einmal durchs Regal ein Hörbuch hören. Wie gut, dass ich mich für die Stillzeit schon mit Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón eingedeckt hatte. 570 Minuten, gesprochen von Andreas Pietschmann auf 7 CDs. Ganz schön viel zu hören und manche Kapitel habe ich doppelt gehört, weil dann doch die Augen zugefallen sind oder irgendwas zwischenrein kam. Prinzipiell blöd: wenn das Telefon klingelt kann ich mein normales Buch einfach auf die Seite legen, das Hörbuch läuft weiter und ich verpasse den Anschluss.

Die Geschichte ist mittlweiele bekannt und schnell zusammengefasst. In Barcelona trifft Daniel Semperes ein geheimnisvolles Buch und gerät mitten in ein Rätsel um verschiedene Leben und sein eigenes. Sein Weg scheint vorherbestimmt, die Menschen, die er liebt, nur Teil eines großen Spiels, dem er sich nicht entziehen kann. Mitgerissen und auf der Suche nach einem eigenen Weg erlebt Daniel ein großes Abenteuer und muss manchmal seine eigene Rolle in Frage stellen. Eine Geschichte über Geschichten. Schön, spannend, manchmal schaurig, manchmal traurig und nicht umsonst so hoch gelobt.

Da ich nicht am Stück, sondern eben nur Stückchenweise (oder Schlückchenweise^^) gehört habe, war es teilweise schwer, der Geschichte zu folgen. Die Stimme des Erzählers fand ich dabei angenehm und gut gewählt. Die Betonung war gut, die Erzählweise spannend und deutlich. Generell lese ich lieber, als Hörbücher zu hören, aber beim Stillen ist es eben nicht immer leicht, ein Buch zu halten und umzublättern. Die Geschichte von Der Schatten des Windes ist dabei spannend und interessant, ein bisschen wie etwas, woran jeder Ledefreund schon einmal gedacht hat (seien wir ehrlich) und doch weit darüber hinaus gehend. Doch tatsächlich würde mich nach dem Hören wirklich interessieren, wie ich das Buch selbst lesen würde, denn jeder Mensch betont eben anders, auch beim stillen Lesen. Die Folgeromane will ich auf jeden Fall wieder selbst lesen, aber zur Abwechslung war es ganz angenehm, auch einfach mal zuhören zu können, auch wenn manches dabei vielleicht überhört wurde.

Kommentare

  1. Rose

    Klingt sehr interessant. An ein Hörbuch habe ich mich noch nicht gewagt, da du selbst die Störfaktoren nennst. Könnte mir aber vorstellen doch mal ein Hörbuch auszuprobieren und zu genießen. Mit meiner Enkelin habe ich Penny Peppers gehört. War sehr angenehm den Stimmen zu lauschen.

    LG Rose

  2. Christine

    Hörbücher finde ich auch sehr anstrengend. Nein, ich bin kein Hörbuchtyp ich lese lieber und wenn ich dazu ein Jahr brauche.
    Ich hätt das Buch zum ausleihen. Mir hat es sehr gefallen. Aber: ich musste feststellen dass das Buch und auch der Autor bei meinem Umkreis nicht ankommt-schade.
    Gruß Christine

Ich freu mich über eure Meinungen