Das Museum der Tiere – Katie Scott

Ein Mitmachbuch für alle soll Das Museum der Tiere von Katie Scott sein, erschienen bei Prestel 2016, also haben wir uns mal alle daran versucht.

Das Museum der TiereAuf 36 Mal- und Bastelbögen sind allerlei Tiere zu finden, malen, entdecken und erkennen. Vom Kriechtier bis zum Säuger kommt dabei alles aufs Papier und fordert auch große Kinder ganz schön. Spaß und Lernen vereint.

Bei uns folgt gleich ein bisschen Ernüchterung. Die Dreijährige kann gerade mal auf den paar Ausmalseiten punkten, welche Affenarten in Afrika wohnen und was Amphibien sind weiß sie schlicht noch nicht. Grund genug, ein paar Dinge zu erklären, etwa dass der asiatische Elefant kleinere Ohren hat als sein afrikanischer Vetter und dass Schwämme Tiere sind, obwohl sie wie Pflanzen am Grund wachsen. Bei manchen Fragen muss auch ich grübeln.

Auch der Achtjährige ist eher skeptisch. Zwar versteht er schon mehr, ist aber schnell zurückgeschreckt, als er die Vorlagen zum Löwe-Zeichnen sieht. Vielleicht helfen da die kommenden Sommerferien, denn ich finde die Schritte eigentlich gut durchdacht und auch das Nachzeichnen mit Kästchenschema für Grundschulkinder durchaus gelungen. Auch mich selbst kribbelt es da in den Fingern, ein bisschen zu zeichnen. Ein Mitmachbuch also auch für Eltern, und um mit den Kindern gemeinsam ein Buch zu erfahren.

Der wissenschaftliche Atem des Buchs fordert dabei nur im ersten Moment Professionalität. Beim Durchschauen wird schnell klar: Im Grunde geht es viel um Phantasie und Vorstellungskraft. Wie könnten die Flügel der Insekten aussehen, die Farben des Schmetterlings verlaufen und eine Nahrungskette aussehen? Mit etwas Hilfestellung der Eltern können auch jüngere Kinder hier tatsächlich viel lernen. Entwicklungsstadien von Fröschen und Motten, was ein Raubtier ist und wie ein Krokodil aufgebaut ist. Vor allem aber bieten die Seiten viel Platz zum selber malen und entwerfen, weiterzeichnen und kreativ sein.

Ein guter Tip also für den langen Sommer und für etwas biologische Neugierde.

Kommentar

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