Changers von T. Cooper und Allison Glock

Ein Thema, dass uns wohl alle schon einmal beschäftigt hat – einmal im anderen Geschlecht aufwachen. Das passiert Ethan auf den 352 Seiten des ersten Bandes von Changers von T. Cooper und Allison Glock.
Ethan erfährt am ersten Highschooltag ziemlich schockierend, dass er zu den Changers gehört. Er wacht als Drew auf und muss nun als Mädchen ein ganzes Jahr verbringen. Danach wird er wieder den Körper wechseln, so wie jedes Highschooljahr. Dafür ist er als Changer auserwählt die Welt zu verändern. Am Ende der Highschool kann Drew sich dann entscheiden, wer er/sie sein will. Nur Ethan kann sie nie mehr sein. Sie trifft auf Audrey, die ihre Freundin wird und doch nahe am Feind. Und auf Chase, der auch ein Changer ist, aber mit dem sie keine Beziehung eingehen darf.
Der Schock ist verständlich. Plötzlich nicht nur im anderen Geschlecht aufzuwachen, sondern zu wissen, dass so eine Veränderung noch mehrmals passieren wird und die ganze Vergangenheit irgendwie verloren ist, finde ich ziemlich erschreckend. Als wäre ein Jugendlicher nicht schon verwirrt genug. Dafür geht mir Ethan/Drew fast schon zu locker damit um (nach dem ersten Schock).
Durch die Regeln der Changers blicke ich aber auch nach dem ersten Band nicht so ganz durch. Manches erscheint mir wahllos, anderes fragwürdig, anderes logisch. Dass Drew es mit der Changer-Bibel nicht ganz so ernst nimmt, führt auch dazu, dass Manches noch im Dunkeln bleibt. Dagegen stehen wieder andere Passagen, die sehr gut sind, einen interessanten Blick auf das Geschlechterverhältnis geben. Denn auch mit ihrem männlichen Hintergrund ist Drew nicht davor geschützt, nach ihrem Aussehen und ihrer Kleidung bewertet zu werden. Von Menstruationsproblemen ganz zu schweigen.
Interessant fand ich, dass es für Drew auch erst mal kein Problem ist, als sie beim Anblick eines Jungen offensichtlich Gefühle entwickelt, obwohl sie vor kurzem selbst ein Junge war. Dass sie dann gleichzeitig für zwei Personen mit unterschiedlichem Geschlecht etwas empfindet und dann auch noch mit gewissen Regeln konfrontiert wird, lässt ein ziemlich komplexes Bild entstehen. Gleichzeitig aber steht Drew irgendwie allein da, kapselt sich ab und hat teilweise niemandem, mit dem sie reden kann (oder will). Dadurch spielt sich ein großer Teil als innerer Zwiespalt ab. Gerade gegen Ende nimmt das (leider) den Wind aus den Segeln. Trotzdem oder gerade deswegen bin ich sehr gespannt auf den zweiten Teil, der im Herbst erscheinen soll.

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