#litwipunk im Buchlabor: Die Geister sind los

Still und heimlich haben wir an unserer Idee vom Buchlabor, der auf dem Literaturcamp Heidelberg aufgekommen ist, weitergearbeitet. Weil wir Wissenschaft und Bloggen mischen, haben wir für uns den Hashtag #litwipunk ausgemacht. Darunter findet ihr unsere Beiträge und Mitschreiber. Und weil wir die Idee so gut finden, bleibt es nicht …

Realistisch, phantastisch, wunderbar

Letzte Woche, Mittwoch, habe ich meine Studenten ein bisschen aus der Wohlfühlzone geholt. Ja, gemeint für die erste Sitzung, aber ich wollte sie zum Nachdenken bringen. Thema war die Unterscheidung zwischen realistischer, phantastischer und wunderbarer Literatur. Und nein, das ist gar nicht so einfach. Was ist was? Die realistische Literatur …

Von Brüdern und Wölfen – Das Brudermotiv in Götterkind

Arawn ist der älteste der sechs Wolfssöhne Odins in T.S. Elins Edda reloaded Reihe. Der älteste Bruder, der Leitwolf. Durch Odins Auftrag, eine Vannin zu finden, hat er Brüder und Rudel zurücklassen müssen. Im zweiten Teil wird die Spannung zwischen den Brüdern, die dadurch entsteht, weiter ausgebaut. Bruderwolf Brüder und …

Schritt für Schritt – die Schildkröte bei Michael Ende

Was wären Michael Endes Werke ohne die Schildkröten? Die alte Morla in Die unendliche Geschichte[1], Kassiopeia, die Momo zu Meister Hora führt[2] und schließlich Tranquilla Trampeltreu[3], der Ende ein eigenes Buch widmete. Ich mache mich heute auf Spurensuche nach der Symbolik hinter Ende Schildkröten. Ein allgemeiner Blick auf die Schildkröte …

Was macht eigentlich Literaturwissenschaft

Eine Frage, die ich so oder so ähnlich oft höre. „Was machst du da eigentlich?“ Ich habe Germanistik und Medienwissenschaften mit dem Schwerpunkt auf Literaturwissenschaft studiert. Meine Promotion liegt in diesem Bereich. Aber: wie geht das eigentlich? Literaturwissenschaftlich arbeiten. Eine Frage, die sich gar nicht so einfach beantworten lässt. Weil …

Die Sucht am Sehnen – Sehnsucht in Selim Özdogans „Wo noch Licht brennt“

Sehnsucht. Kaum etwas treibt uns mehr an, verzerrt unsere Wahrnehmung, lässt uns hoffen und leiden. Auf so vielen Ebenen ist sie zum Lebensinhalt geworden, heute verpackt im Streben nach Glück. Schon das Wort beinhaltet zwei elementare Eigenschaften dahinter. Das Sehnen, ein großes Wünschen, beladen mit viel Emotion. Und die Sucht. …

Buchblogger, Literaturwissenschaft, Berlin und #litcamp17

Dies ist mein zweiter Sessionbericht zum Literaturcamp Heidelberg 2017 (der erste befasst sich mit #Inspirationsfeuer und steht auf dem Autorenblog). Heute schreibe ich über Buchblogger und Literaturwissenschaft. Aber um ihn zu starten, muss ich etwas ausholen. Die Idee kam mir nämlich als ich von der FES die Möglichkeit bekam, bei …

Nach dem Krieg und vor dem Erkennen

Nach dem Schrecken des Zweiten Weltkrieges musste die Literatur ihren Platz wieder finden. Adorno machte es ihr dabei nicht leichter, als er sagte, nach Ausschwitz könnten keine Gedichte mehr geschrieben werden. Geradezu zaghaft entwickelte sich das, was wir heute Trümmerliteratur nennen und direkt mit dem Aufbau nach dem Krieg und …

Neue Sachlichkeit: Nichts ist mehr sicher

Der erste Weltkrieg hatte Impressionisten wie Expressionisten schwer getroffen. Die neue Sachlichkeit bezeichnet die Literaturströmung, die in der Weimarer Republik vorherrschte. Die politischen und gesellschaftlichen Umwürfe waren dabei geradezu erschreckend gewaltig. Nachdem Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg große Teile der Bevölkerung verloren hatte und mit der alleinigen Kriegsschuld einen gewaltigen …

Expressionismus – schrei es raus

Oft wird als Gegenströmung zum Impressionismus relativ simpel der Expressionismus genannt. Ganz so einfach ist es aber nicht, denn viele Tendenzen treten in beiden Strömungen auf und führen dabei zu unterschiedlichen Ergebnissen. Immerhin vom Wort her entgegen dem Impressionismus ist der Expressionismus gerichtet, der 1910-1925 eingeordnet wird. Auch die Expressionisten …