Blogtour: Fire Hazard (Flammenkind) – Bianca Peiler

Flammenkind war ein Buch, das mich erst kürzlich sehr begeistern konnte. Umso schöner, dass ich es euch heute mit meinem Blogtour-Beitrag noch einmal näher bringen kann. Am Montag hat die Blogtour bei Becky angefangen, am Dienstag machte sie einen Zwischenstop bei Phinchen und gestern hat Bianka euch die Figuren vorgestellt. Heute geht es bei mir um … Lele und ihren Mentor Ripper. Morgen solltet ihr unbedingt beim Bücherfunke vorbei schauen, um zu sehen, wie es weiter geht.

Blogtour | Fire Hazard - Flammenkind | Bianca Peiler

Stellen wir uns das Behandlungszimmer einer Paartherapeutin vor. Eine breite, weinrote Ledercouch gegenüber eines weinroten Ledersessels, neben dem ein kleiner Beistelltisch steht mit einem Notizbuch. Die Therapeutin – blonde, halblange Haare, Brille, dunkelblaues Kostüm – öffnet die Tür, bittet Lele und Ripper herein und lässt sie auf der Couch Platz nehmen. Ripper hebt skeptisch eine Augenbraue, Lele tippelt mit den perfekt manikürten Fingernägeln über das Seitenteil.

Therapeutin: Um was geht es denn.

Ripper schweigt und wechselt die Augenbraue. Leles Gesichtsausdruck verfinstert sich. Nach fünf Minuten, in denen nur die Uhr laut getickt hat, räuspert die Therapeutin sich.

Lele: Sehen sie, das macht er ständig.
Therapeutin: Schweigen?
Lele: Ja – Nein. Er kommuniziert per Gedanken. Eigentlich macht er das nur, wenn er nicht im selben Raum ist wie ich. Aber gerade regt er sich so dermaßen darüber auf, hier zu sein. Sie müssten ihn mal hören. ‚Lele, muss das wirklich sein‘ und ‚Das ist doch wohl ein Witz‘.
Therapeutin (an Ripper gewandt): Das würde ich tatsächlich gerne hören.
Ripper: Ich wüsste nicht, was ich ihnen zu sagen hätte.
Therapeutin: Es geht nicht darum, was sie mir sagen, sondern um ihre Kommunikation mit Lele.
Ripper: Ich kommuniziere täglich mit Lele.
Therapeutin: Aha (sie kritzelt etwas auf ihren Blog)
Ripper: Ich habe keinen Kontrollwahn.
Therapeutin: Bitte was?
Ripper: Sie haben aufgeschrieben, dass ich zu Kontrollsucht neigen würde. Das ist falsch.

Therapeutin blickt irritiert von Ripper zu Lele und wieder zurück.

Lele: Er liest ihre Gedanken.
Therapeutin: Aha.
Lele: Kein sehr schönes Gefühl, oder?
Therapeutin: Allerdings. Ripper, machen sie das häufiger.
Ripper: Wenn es notwendig ist.
Lele: Ständig.
Therapeutin: Sie kommunizieren also täglich mit Lele, häufig über ihre Gedanken und lesen ihrerseits die Gedanken der anderen. Klingt für mich so, als wollten sie immer informiert sein.
Ripper: Ich muss wissen, wie es Lele geht und was sie macht. Das gilt für alle meine Schützlinge.
Therapeutin: Sie haben zu allen ihren Schülern ein so enges Verhältnis wie zu Lele?
Ripper: Nein, natürlich nicht.
Lele: Er ist sowas wie ein Vater für mich. Hat mich sozusagen groß gezogen.
Therapeutin: Sie behaupten also, keinen Kontrollwahn zu haben, kontrollieren aber unentwegt, wie es ihrer Zieh-Tocher geht, was sie macht, wo sie ist, wie sie sich fühlt, was sie denkt.

Ripper schweigt.

Lele: Scheiße. – Das nervt echt. Ein bisschen mehr Freiraum wäre gut. Wenigstens in meinem Kopf.
Ripper: Lele, du weißt, dass ich auf dich aufpassen muss.

Die Therapeutin kritzelt eifrig weiter.

Ripper: Das ist kein überentwickelter Beschützerinstinkt.
Therapeutin: Würden sie das bitte lassen.
Lele: Ich komme doch mal 24 Stunden ohne dich klar.
Ripper: Was aber wenn nicht. Was wenn in diesen 24 Stunden etwas passiert, das dich aufregt, dass dich durcheinander macht und wütend.
Lele: Ich hab mich im Griff.
Ripper: Lele. Wir wissen beide, dass das nicht stimmt.
Therapeutin: Interessant. Lele, haben sie das Gefühl, Ripper lässt sie ihre Grenzen erfahren.
Lele: Glauben sie mir, niemand will meine Grenzen erfahren. Ich bin praktisch grenzenlos.
Therapeutin: Ist Ripper dann vielleicht für sie auch mehr als nur ein Mentor oder eine Vaterfigur.
Lele: Keine Ahnung. Was weiß ich. Natürlich ist es gut, wenn er da ist und mich … bremsen kann, ehe ich explodiere. Scheiße, das hat wahrscheinlich schon mehr als nur einmal mein Leben gerettet – in mehrfacher Hinsicht. Aber ich hab das Gefühl … irgendwie bin ich dann immer noch ein kleines Kind.
Ripper: Lele, du weiß genau, dass ich nicht glaube, dass du ein Kind bist.
Lele: Aber du glaubst auch nicht, dass ich mich alleine im Zaum halten kann.
Ripper: Kannst du denn?
Therapeutin: Aha, Interessant. Lele, entgleist ihnen denn ab und zu ihr Temperament.
Lele: Verdammte Scheiße. Ich kann doch auch nichts dafür. Ich hab doch keine Ahnung, was da in mir steckt. Nicht mal er weiß es, das macht ihm doch Angst.
Therapeutin: Soso. Ripper, würden sie sagen, sie haben Angst vor Lele.
Ripper: Was? Natürlich nicht. Sie muss nur noch etwas üben, dann wird das schon.
Lele: Scheiße Ripper, was zum Henker bin ich eigentlich.
Therapeutin: Das war ein sehr interessanter Anfang, aber unsere Zeit ist leider um. Ich denke, mit ein paar Sitzungen könnten wir dem Problem auf die Spur kommen und Leles Selbstständigkeit und auch ihr Selbstbewusstsein stärken, während Ripper lernen könnte, mehr zu vertrauen und loszulassen. Bis nächste Woche also.

Lele und Ripper stehen auf. Dort wo Leles Hand auf dem Seitenteil der Couch lag, ist das Leder verdunkelt und riecht angekokelt .

Hat euch die kleine Szene gefallen und Lust auf das Buch gemacht? Lele und Ripper sind dabei nur zwei der genialen Charaktere, die Autorin Bianca Peiler sich ausgedacht hat. Dann habt ihr jetzt die Möglichkeit auf einen tollen Gewinn.

Bianca Peiler stellt für diese Blogtour eine signierte Taschenbuchausgabe von „Fire Hazard – Flammenkind“ zur Verfügung. Um teilzunehmen, hinterlasst einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag und sagt mir, warum ihr gewinnen wollt. Und auch bei den anderen Beiträgen solltet ihr reinschauen, denn eure Gewinnchance erhöht si, wenn ihr auch dort kommentiert. (1 Kommentar = 1 Los).

Teilnahmebedingungen:
– Das Gewinnspiel läuft bis zum 29.11.2015 um 23:59 Uhr.
– Die Gewinner werden per Losverfahren ermittelt.
– Nur Teilnehmer mit Wohnsitz in Deutschland
– Teilnahme ab 18, oder mit Erlaubnis der Eltern
– Keine Barauszahlung des Gewinns.
– Kein Ersatz beim Verlust auf dem Postweg.
– Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
– Persönliche Daten werden nur für das Gewinnspiel verwendet und anschließend wieder gelöscht.

 

Kommentare

  1. Beate Bertling

    Hallo und guten Morgen , danke für die Vorstellung dieser Szene , stelle mir das auch sehr nervig vor wenn mir jemand in meinem Kopf “sehen“ könnte . Bin froh das meine Gedanken nur mir gehören 🙂 , das Buch reizt mich immer mehr 🙂 . Liebe Grüße Beate

  2. Huhuuu,

    vielen Dank für den heutigen Beitrag 😀
    War lustig die Szene bei der Psychologin zu lesen,
    ich konnte es mir regelrecht bildlich vorstellen, lachhh.
    Warum ich das Buch unbedingt möchte?
    Ich denke, in dem Buch sind noch viel mehr Szenen,
    die ich mir gerne bildlich vorstellen möchte und außerdem hat mir die Leseprobe so gut gefallen, das ich gerne weiter lesen würde, um zu erfahren, was noch so alles in dem Buch passiert 😀

    Lieben Gruß, Yvonne

Ich freu mich über eure Meinungen