16.12.2016: Ein Tag für Kinderbücher

Dieses Wochenpäckchen steht unter dem Motto „Kinderbuch“. Jetzt werden viele von euch wegklicken wollen. Wartet nur noch einen Moment. Denn Kinderbücher sind nicht nur für Kinder. Tatsächlich sollen Kinderbücher auch die Eltern ansprechen, da die aussuchen, welches Buch gekauft wird. Kindliche Bilder, ein schöner Text und schwupp wandert das Büchlein in den elterlichen Einkaufswagen. Immer beliebter werden heutzutage Bücher, die sowohl die Kleinen, als auch die Großen ansprechen. Torben Kuhlmanns Lindbergh oder Armstrong beispielsweise haben sehr detaillierte Zeichnungen und einen anspruchsvollen Hintergrund, den der kindliche Leser wohl nur zum Teil erfassen kann.

Die Eltern lesen mit
Wecken das Kind in uns: gute Kinderbücher (Grafik: Mysticartdesign / pixabay.de)

Gerade beim Vorlesen finde ich es immer wieder wichtig, dass auch ich auf meine Kosten komme. Bei drei Kindern muss ich ein Buch schon mal mehrere Male am Tag vorlesen, gerade wenn es neu ist oder frisch zum Lieblingsbuch gekürt wurde. Damit ich aber auch bei einem Text, den ich irgendwann auswendig kann, bei Laune bleibe, muss Text und am besten auch Handlung ansprechend sein. Was ich meine? Mein Großer hatte ein Bilderbuch, in dem grauenvolle Reime aufgeschrieben waren. „Babypanda und Papapanda sitzen fröhlich beieinander“ (ich habe jedes mal frustriert „beieinanda“ gelesen“) stand da zum Beispiel. Und ich habe es gehasst. Kam er damit an, versuchte ich es ihm auszureden, zeigte ihm nur die Bilder, ohne zu lesen, und vergrub das Buch dann so tief im Bücherregal, wie nur möglich. Nach Wochen der Quälerei habe ich mich entschieden, solche Bücher, wenn wir sie schon geschenkt bekommen, so schnell wie möglich auszusortieren und aus dem Haus zu schaffen. Es gibt so viele tolle Kinderbücher, die auch mir Spaß machen.

Kreativ und tief

Die große Kunst bei Kinderbüchern, ist so kreativ zu sein, dass neue Welten erschlossen werden und gleichzeitig die Verbindung zur Realität deutlich wird. In Schneewittchen strickt ein Monster (Rezension geht um 10:00 online) von Annemarie van Hearing beispielsweise werden altbekannte Märchen ein wenig vermischt und eine ganz neue Geschichte ersteht. Dominic Wallimans Professor Astrokatz Physik ohne Grenzen (um 12:00 kommt diese Rezension) ist dagegen eine Art erzählendes Sachbuch, mit mehr Infos, als ein achtjähriger aufnehmen kann, dafür lerne ich beim Reinlesen immer noch was dazu.

Mama-Kind

Natürlich lesen meine Kinder so Bücher, die meinen Geschmack widerspiegeln. Aber ich achte auf Vielfalt und lasse meine Kinder auch mal selbst Bücher aussuchen. Oder aber ich schaue, welche Bücher es zu aktuellen Themen gibt. Der Knopf beispielsweise mag es gar nicht, eine nasse Windel zu tragen. Darum hat er jetzt Mein Töpfchen von Anita Bijsterbosch (um 14:00 ist das Buch dran), das wenig Text, dafür viele lustige Bilder hat. Überhaupt sind die Bilder bei Kinderbüchern unheimlich wichtig. Details aber auch kindgerechte Figuren sind wichtig. Die Überzeichnungen mit Comic-Charakter passen einfach nicht zu allen Geschichten. Tatsächlich mag ich die im Kinderbuch weniger. Was ich aber mag, ist eine fesselnde Geschichte mit Mitmachcharakter. Die Nudel hat frisch Gesucht! Henri der Bücherdieb von Emily Macenzie bekommen. Aber warum ich das Buch so genial finde, erfahrt ihr um 16:00. Ein Buch, dass ich euch heute auf jeden Fall wenigstens kurz vorstellen möchte, ist dann noch Die große Wörterfabrik von Agnès de Lestrade um 18 Uhr.

Tolle Kinderbuchtips findet ihr beispielweise bei Kinderbuchlesen und Buchkind. Und heute wandert für euch auch ein Kinderbuch ins Wochenpäckchen, passend zur Weihnachtszeit. Ihr wollt gewinnen? Dann kommentiert fleißig und achtet auf die Teilnahmebedingungen meines Adventskalenders.

 

Kommentare

  1. Seit ich 2 Mäuschen habe, interessiere ich mich natürlich auch für Kinderbücher und konnte selbst feststellen, dass es sehr gute, gute und auch total schlechte Bücher für Kinder gibt. Mich nervt vor allem ein Buch, das in Reimen daherkommt, die stolpern und es durch einen Wortumstellung oder -änderung ganz, ganz einfach gewesen wäre den Reim so zu formulieren, dass er flutscht! Ich werde dann schier verrückt! Natürlich ändere ich das bei Vorlesen selber, aber es ärgert mich dennoch. 😉 Bin auf deine Buchvorschläge im Laufe des Tages gespannt. Ich kenne keines, das du oben erwähnt hast. Haben nur den Titel „Die große Wörterfabrik“ in Erinnerung. Wird somit ein sehr interessanter Tag für mich!
    Viele liebe Grüße vom monerl

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