(14.12) – Fünf Wege zum Schreiben

Das Wort ist meine Leidenschaft. Ich liebe Lesen, ich liebe Schreiben, ich liebe Wortspiele und Wortmelodien. Geschichten, in die ich eintauchen will, Erzählungen, die sich anfühlen, als hätte ich sie erlebt, tausend Gesichter, millionen Leben. Darum will ich euch heute fünf Wege verraten, die ich gehe, wenn ich schreiben will. Weil ich oft höre „Ich könnte das nicht“, aber auch, weil ich klar machen will, dass es nicht den Weg gibt, dass jeder Autor ein bisschen anders arbeitet und gerade darum die Vielfalt der Literaturlandschaft entstehen kann.

 1 – Lesen. Klingt banal. Aber Lesen ist die erste Lektion eines Autors. Nein, ich will niemandem zum Plagiat anstiften. Im Gegenteil. Aber Inspiration ist ansteckend. Immer wenn ich einen gelungenen Roman lesen, eine spannende Kurzgeschichte, ein stimmiges Gedicht, bei dem eben mehr stimmt, als nur die Worte in der richtigen Reihenfolge – dann kribbelt es in meinen Fingern und meine Gedanken spielen. Ideen formen sich, Figuren tauchen auf. Sprich, der kreative Prozess hat eingesetzt. Und nicht nur die wirklich guten Bücher helfen mir beim Schreiben. Wann immer ich ein Buch in den Händen halte, bei dem ich eigentlich nicht überzeugt bin, dass es wirklich gut ist, denke ich mir „das kann ich besser“. Das treibt mich an. Vielleicht ist es vermessen, es die Fehler der anderen zu nennen, den auch ich mache Fehler. Doch aus Fehlern wird man klug, darum ist einer nicht genug.

2 – Ruhe. Auch wieder banal. Und damit meine ich nicht Schlafen per se, wobei das auch helfen kann. Ich meine das Schweifenlassen der Gedanken, das Nichtstun. Oder gerade das Tun. Das körperliche Extrem, während der Geist ruht. Das reicht manchmal auch. Ich rede von den Momenten, in denen ich meinen Kopf die Gelegenheit gebe, abzuschalten und alles aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Früher kamen mir beim Joggen die besten Ideen (mit Baby komme ich leider zu selten dazu), heute plotte ich beim Stillen ganze Reihen zusammen, die ich (vielleicht) irgendwann mal schreiben werde. Ich entwickle so Abstand zu meiner Geschichte und bleibe offen für neue Ideen. Dabei ist es für mich wichtig, so wenig wie möglich, davon aufzuschreiben. Auch wenn ich mich an den Schreibtisch setzte, halte ich nur die wichtigsten Eckdaten fest. Alles andere lasse ich vorerst frei, wobei mein Kopf schon seine Vorstellungen hat. Wenn ich nämlich zu viel aufschreibe, fehlt mir der Anreiz alles „nocheinmal“ festzuhalten und der Antrieb zum Schreiben geht flöten.

3 – Literaturwissenschaft. Für viele Autoren ein Graus, hilft mir gerade der wissenschaftliche Aspekt neue Ideen zu entwickeln und manchmal mit einem bestimmten Vorhaben an einen Test heranzugehen. Ich verwende Stoffe oft nicht nur zufällig, sondern gezielt und habe dadurch schon einen anderen Anspruch an meine Geschichte. Gerade auch beim zweiten Schreiben, dem Lesen und Verändern/Verbessern/Verdichten der Geschichte hilft mir dieser Aspekt, mit einer Nüchternheit gewisse Schwachstellen zu erkennen und auszubessern. Der Schriftsteller, das habe ich gehört, ist eigentlich ein schizophrener Charakter, er ist der kindlich, kreative Kopf, der seine Schöpfung liebt, aber auch der kühle Kritiker. Die Literaturwissenschaft ist meine Kritikerseite – und ich liebe sie.

4 – Ziele setzte. ich habe es schon oft erlebt, dass ich mit einer Geschichte angefangen habe und dann die Zeit gefehlt hat, sie fertig zu schreiben, bis ich schon zu weit weg von ihr war. Darum ist es für mich sehr wichtig, mir Ziele zu setzten. Bis dann muss das Kapitel stehen, bis dann das Gedicht geschrieben sein. Die sogenannte Deadline der Journalistin in mir, der „Redaktionsschluss“ muss selbstständig für meine Geschichte gesetzt werden. Dann halte ich mich auch daran und rede mich nicht mit Kinder, Arbeit, Diss raus.

5 – Kritik. Das bedeutet nicht nur, Kritik zuzulassen und sie konstruktiv zu betrachten, sondern auch zu lesen, was andere an anderen kritisieren. Literaturzeitschriften, Bücherblogs, Buchbesprechungen, das alles gehört zu den Dingen, die ich mir anschaue, durchlese, meine Schlüsse ziehe, für meinen eigenen Blog und meine eigenen Texte. Mit Kritik umzugehen ist nicht leicht, aber gerade deswegen ist es wichtig, hier eine gewisse Übung zu bekommen.

Natürlich ist das Schreiben selbst auch als Handwerk zu betrachten und darum gehört auch das Mantra „Üben, üben, üben“ zur Basis einer Autorin. Hundertwortgeschichten, um auf den Punkt zu kommen, aber Spannung zu erzeugen. Eine Geschichte zu einem Bild, um zu üben mit einem kleinen Funken Inspiration einen Flächenbrand zu entfachen. Szenische Begegnungen, um am Dialog zu arbeiten. Und literarische Motive, die ein neues Gesicht bekommen können.

Essentiell wichtig für Schreiber ist auch das Speichern. Gerade, wer mit dem Computer arbeitet oder sein Handgeschriebenes elektronisch zusätzlich sichern will, braucht Speicherplatz. Möglichst sicherer Speicherplatz. Und tragbar sollte er sein. Wer mit virtuellen Datenbanken lieber nicht zu intim werden will, ist mit einem Speichermedium gut beraten. Ein USB-Stick beispielsweise. Doch, mal ehrlich, die kleinen Dinger verstecken sich gerne in den Taschen und tauchen erst dann wieder auf, wenn es auch schon zu spät ist. Zum Glück habe ich dieses Jahr auf der Frankfurter Buchmesse eine tollen Entdeckung gemacht. Die chinesische Firma Designerbooks bietet ein geniales Produkt. Auf den ersten Blick wirkt es wie eine Kredit- oder Geschenkkarte mit auffallendem Muster. Doch mit einem kleinen Trick kann ein USB-Stick ausgeklappt werden, der nicht so klotzig ist, wie die üblichen Sticks, sondern eben flach wie eine Karte. Heute habt ihr die Gelegenheit eine 8GB USB-Karte bei mir zu gewinnen! Schreibt mit einfach in einem Kommentar, was ihr damit absichern würdet und ich drücke euch die Daumen.

Teilnahmebedingungen:
– Das Gewinnspiel läuft bis zum 15.12.2015 um 23:59 Uhr.
– Die Gewinner werden per Losverfahren ermittelt.
– Nur Teilnehmer mit Wohnsitz in der EU
– Teilnahme ab 18, oder mit Erlaubnis der Eltern
– Keine Barauszahlung des Gewinns.
– Kein Ersatz beim Verlust auf dem Postweg.
– Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
– Persönliche Daten werden nur für das Gewinnspiel verwendet und anschließend wieder gelöscht.

Kommentare

  1. Karin

    Hallo und guten Tag,

    Danke erst einmal für Deinen, sehr persönlichen Einblick in die Welt des Schreibens. Interessante was da alles mit zusammen hängt.

    Ich persönlich, bin da eigentlich wenig am Sichern. Aber meine Jungs in Schule und Uni…müssen dauert irgendetwas speichern und sichern und wie Du so schön geschrieben hast…plötzliches verschwinden ist auch bei uns an der Tagesordnung.

    So ein USB-Stick in Kartenform könnte da etwas ändern.

    Danke für diese Gewinnmöglichkeit.

    Guten Start in die Woche ..LG..Karin…

  2. Verena Saile

    Hallo zusammen,
    da würde mir spontan einiges einfallen.
    Da ich auch von Zuhause aus viel fürs Büro arbeite, würde ich diesen USB-Stick nutzen, um wichtige Unterlagen darauf zu speichern die vom Büro mit nach Hause oder von Zuhause mit ins Büro nehme. Und da er in den Geldbeutel ins Kartenfach passt, ist es ja umso besser. So kann ich ihn dann nicht einfach liegen lassen.
    Ich wünsch euch einen stressfreien Tag.
    Gruß Verena

  3. Rose

    Danke für die tolle Darstellung zum Thema des Lesens und kreativen Schreibens, auch was dein ganz persönliches Arbeiten betrifft.
    Nachts kommen mir auch oft viel Einfälle, das müsste oder könnte man aufschreiben…. doch am Morgen ist es schwer noch alles wieder zusammen zu bekommen.
    Meist habe ich einen Zettel und Stift neben dem Bett….. aber Bücher oder formvollendete Gedichte schreibe ich nicht.
    Ich muss Schüler, die bei mir in der Förderung sind oft auch (auf Anforderung) begutachten…. da kommt im Laufe eines Schuljahres ganz schön was zusammen.
    Dafür würde ich so eine kleine SpeicherKarte ganz gut gebrauchen können. Meist schreibe ich zu Hause am PC, doch ich muss die Gutachten ja mit in die Schule nehmen.
    Danke für die Verlosung.
    Eine gute letzte Advent-Woche
    wünscht Rose

  4. Cinni

    Hallo Welt!
    Da es neben zwei Laptops auch vier USB-Sticks sind, von denen ich mich während meines Studiums bereits trennen musste, käme so eine USB-Karte gerade Recht. Sie hätte nämlich wirklich eine Chance, nicht im Schwarzen Loch der Handtasche für immer zu verschwinden.
    Bis neulich,
    Cinni

Ich freu mich über eure Meinungen