12.12.2016: Jill Noll im weihnachtlichen Interview

Gerade erst durfte ich ihren Fantasyroman Zwischenwelt in einer Lovelybooks-Leserunde kennenlernen. Heute verrät mir Jill Noll, #BartBroAuthor und Fantasyautorin, warum sie letztes Jahr Weihnachten in Thailand verbracht hat und warum sie sich dieses Jahr mit einem Harry Potter -Schuber selbst beschenken muss. Auch euch will sie beschenken, also vergesst nicht, beim Gewinnspiel mitzumachen.

Schreibtrieb: Im November gab es den ersten Schnee, die ersten Plätzchen Ende August. Das Weihnachtsfieber grassiert. Bist du angesteckt?

Jill: Oh ja, sogar sehr. Ich mag zwar keine Kälte, aber diese weihnachtliche Gemütlichkeit und die glitzernde Deko find ich immer wieder schön. Dieses Jahr freue ich mich aber ganz besonders drauf, weil ich letztes Jahr über Weihnachten für fünf Wochen in Thailand war 😉

Schreibtrieb: Dann bist du ja richtig auf Entzug. Ich probiere ja jedes Jahr neue Rezepte aus. Letztes Jahr stand ich auf Kardamom im Schokoladenguss, dieses Jahr hab ich eher Lust auf Zitronentaler. Bei welcher weihnachtlichen Nascherei kannst du nicht widerstehen? Oder gibt es etwas, was du gar nicht magst? Ich beispielsweise kann Marzipan nicht ausstehen und mache einen weiten Bogen um Christstollen.
Findet dieses Foto nicht so toll (ich aber schon): Jill Noll
Findet dieses Foto nicht so toll (ich aber schon): Jill Noll

Jill: Christstollen habe ich auch noch nie gemocht. Was ich aber jedes Jahr wieder brauche, sind die Weihnachtsmandeln von Lindt. Gott, wenn ich da einmal mit angefangen habe, ist es jedes Jahr wieder aufs Neue um mich geschehen.

Schreibtrieb: Bei drei Kindern bekomme ich jedes Jahr wieder bekannte und neue Weihnachtsgedichte zu hören. Welches Gedicht versetzt dich so richtig in Weihnachtsstimmung? Oder ist es eher ein Lied/ ein Film? Und bei welchem weihnachtlichen Kulturgut möchtest du am liebsten davon laufen?

Jill: Haha, tatsächlich lieeeebe ich das Weihnachtsalbum der Toten Hosen, die sich dafür in Roten Rosen umbenannt hatten. Aber ich mag auch die klassischen Weihnachtslieder sehr gern. Und ja, ich mag auch den Song „Last Christmas“ 😀

Schreibtrieb: Dieses Jahr wird es in unserem Wohnzimmer richtig voll. Drei Kinder, vier Großeltern nebst Partnern (mein Mann und ich sind beides Scheidungskinder), Onkel, Patenonkel und unsere Katze. Wirst du an Weihnachten zum Familienmensch oder flüchtest du lieber in eine einsame Berghütte? Wie sieht dein perfekter Weihnachtsabend aus?

Jill: *grinst* wie bei der ersten Frage schon erwähnt, sind wir letztes Jahr tatsächlich nach Thailand über Weihnachten geflüchtet, weil wir auf diesen Familienstress keine Lust hatten. Auch wir sind beide Scheidungskinder, haben also 4 Anlaufstellen plus Großeltern. Eine zusätzliche Hürde ist, dass sich mein Teil der Familie in Hamburg befindet, und der meines Partners in Thüringen. Und ja, wir klappern trotzdem alle Stationen in drei Tagen ab.
12Den 24. verbringen wir immer zu fünft in kleiner Runde und mit einem leckeren Essen. Danach werden Geschenke ausgetauscht und im Anschluss quatschen wir, während irgendetwas im TV läuft. Diesen Abend finde ich immer ganz besonders schön, und genauso stell ich mir den perfekten Weihnachtsabend vor. Gemütlich, lecker und vor allem mit lieben Menschen.

Schreibtrieb: Bei uns hört der Stress mit den Sitzgelegenheiten für so viele Gäste nicht auf, sondern fängt erst an, denn dann kommen ja noch die Geschenke für die drei Musketiere. Keule hat dieses Jahr seinen Wunschzettel ganz alleine gemacht und hat ziemlich hohe Ansprüche ans Christkind. Was wünschst du dir dieses Jahr, materiell und ideell?

Jill: Wenn mich jemand fragt, was ich mir zu Weihnachten (oder sonstwann) wünsche, bin ich immer eine von denen, die nicht weiß, was sie sich wünschen soll.
Ideelle Wünsche hege ich das ganze Jahr über jeden einzelnen Tag, in dem traurigen Wissen, dass sie doch nie in Erfüllung gehen werden. Ich wünschte, die Menschheit würde insgesamt respektvoller mit anderen Menschen, Tieren und der Erde umgehen. Doch leider scheint es so, als würde es nur immer schlimmer werden …

Schreibtrieb: Wem sagst du das. 2016 war in vielerlei Hinsicht bewegend – und nicht immer im positiven Sinne. Weihnachten ist auch die Zeit der Besinnung, Nächstenliebe und des Rückblicks auf das vergangene Jahr. Wo hattest du in dem ganzen Trubel, den Wahlergebnissen und Schicksalsschlägen, die die Welt für uns bereit hatte, denn deine Lichtblicke? Und was hat dich besonders bewegt?

Jill: Ich hatte das ganze Jahr über viele kleine aber wunderbare Lichtblicke. Immer wieder habe ich festgestellt, dass ich wirklich wunderbare Menschen um mich schare. So viele Freunde haben mich unterstützt und mir unter die Arme gegriffen. Und selbst, als ich Anfang des Jahres kurz davor war, meine Doktorarbeit abzubrechen und einfach nicht mehr mit der Gesamtsituation, in der ich steckte, klar kam, haben mich die tollen Menschen um mich herum über Wasser gehalten.

Schreibtrieb: Wie schön! Ich promoviere ja auch und weiß, wie wichtig da Rückendeckung ist. Jetzt aber Hand aufs Herz. Deine Bücher sind toll und gehören natürlich unter den Baum. Aber welches Buch/welche Bücher eines anderen Autors wird dieses Jahr bei deinen Weihnachtseinkäufen nicht fehlen?

Jill: Ich muss ja zu meiner Schande gestehen, dass ich die Harry Potter Bücher noch nie gelesen habe. Aber ich schaue unglaublich gern Filme und habe natürlich alle Teile von Harry Potter gesehen. Seit ein paar Wochen liebäugle ich nun mit dieser einen englischen Harry Potter Schuber-Ausgabe … verdammt. Ich hab sie gerade gegoogelt und sie mir sofort bestellt. Naja, dann beschenke ich mich zu Weihnachten eben selbst damit 😀

Schreibtrieb: Ahhh. Bildungslücke. Gut, dass du die Bücher jetzt zumindest im Regal stehen hast. Dein letztes Buch „Zwischenwelt – Die Welt zerbricht“ ist quasi noch druckfrisch. Hat das Weihnachtsfest dich denn auch schon mal inspiriert, etwas zu schreiben?

9783000544705_200Jill: Nein. Für mich gibt es kaum etwas, was weniger zum Schreiben inspiriert, als Weihnachten. Okay. Vielleicht Ostern. Ich schreibe zwar gern in der Weihnachtszeit, einfach, weil es die Zeit von Sofa + Kuscheldecke + Tee ist. Aber weihnachtliche Atmosphäre passt nicht zu den Geschichten, die ich gern schreibe.

Schreibtrieb: Ich finde es immer wieder faszinierend, wie unterschiedlich Weihnachten sich doch am Ende literarisch äußert. Apropos Literatur. Auf welches Werk von dir dürfen wir uns denn für 2017 schon heute freuen?

Jill: Derzeit schreibe ich an Band 2 meiner Urban-Fantasy-Reihe Zwischenwelt, der Ende 2017 erscheinen soll. Parallel dazu überarbeite ich die Rohfassung des ersten Teils einer Romantasy-Reihe, den ich hoffentlich schon im Laufe des Jahres veröffentlichen kann.

Schreibtrieb: Ich bin auf jeden Fall fleißig am Testlesen 😉 Danke für deine Zeit!

Wenn ihr auch mehr von Jill lesen wollt, kommentiert jetzt fleißig mit. Denn die liebe Jill verwöhnt euch heute nicht nur mit einem Sofortgewinn ihrer Zwischenwelt als elektronische Ausgabe an einen der Teilnehmer. Ein gedrucktes Exemplar lässt sie ins Wochenpäckchen wandern! Es gelten die Teilnahmebedingungen des Adventskalenders.

Kommentare

  1. Liebe Eva,
    wieder eine schöne neue Autorenvorstellung! Nur gut, dass Jill ihre Bildungslücke geschlossen hat. Jetzt muss sie Harry nur noch lesen!
    Falls ich gewinne, freue ich mich auf ein Buch, das sehr interessant klingt! Gut, dass Teil 2 quasi schon fertig ist. Eigentlich lese ich Reihen am liebsten am Stück. 😉
    Gute Nacht wünscht das monerl

Ich freu mich über eure Meinungen