(06.12) Eine Mama am Rande des Nervenzusammenbruchs – Nina Massek

Natürlich darf in meinem Adventskalender ein Mama-Buch nicht fehlen. Frisch erschienen und wie dafür gemacht ist Nina Masseks Eine Mama am Rande des Nervenzusammenbruchs, 288 Seiten bei Goldmann.

Eine Mama am Rande des NervenzusammenbruchsGleich als ironisch und nicht so ganz ernst zu nehmen entblößt berichtet die Ich-Erzählerin von Flunkereien, die sie in ihre Erziehung einflechtet, die ihr eigentlich helfen sollen und am Ende dann doch eher aufgedeckt werden. Der vorwitzige Grundschüler, die tränennahe Vierjährige und der stets entspannte Ehemann stehen dabei mal an ihrer Seite, mal ihr gegenüber.

Viel Witz und Humor wird dementsprechend versprochen, immerhin ist die Autorin aus ihrem Blog bekannt. Nun ja, zumindest etwas lustig war das Lesen. Der große Witz blieb aber aus, wird die Erzählung doch immer dann, wenn ich meinte, jetzt müsste aber der Clou kommen, fallengelassen, um einer anderen Episode zu weichen, die zwar oft auf das eigentliche Thema zurückführt, die Pointe aber auch nicht beinhaltet. Im Grunde wird die Mutter hier zu Lügenbaronin, die wenig Phantasie hat und egoistisch veranlagt ihre Kinder zwar liebt, ihnen aber die Gummibärchen nicht gönnt.

Ja, das Klischee der „Mutter“ wird hier mal wieder ausgeschlachtet. Vom Fernsehkonsum, Süßigkeitengenuss, Haustiersegen und Putzfimmel findet sich hier alles. Mutter ist dann auch noch heimarbeitend, bzw. nur teilweise im Büro, so dass ihr das Häusliche zugesprochen wird. Der Vater dagegen träumt von Luxus-Möbeln und Trüffelhobeln. Auch hier also regiert das Klischee. Auf welche „lahmen“ Ausreden dieses Paar dann kommt, wenn der Älteste beim Liebesspiel reinplatz hat mir dann kaum ein Gähnen entlockt. Pardon, nicht mein Humor, nicht meine Welt.

Was das Büchlein aber zeigt, ist, dass niemand, auch Mama nicht, perfekt ist oder sein muss. Die Eigenarten der Eltern bereiten Kinder immerhin auf die Marotten der gesamten Welt vor. Oder so ähnlich. Denn auch wenn die Erzählerin keineswegs ihre Mängel den Lesern verschweigt, will sie sie vor den Kindern geheim halten. Und am liebsten auch vor den anderen Eltern. Angenehm hierbei, dass selbst die super Spielplatzmama mit Mängeln ausgestattet wird und vermenschlicht kein zwanghaftes Feindbild ist, wie in vielen anderen Mama-Büchern.

Eher ein bescheidener Lesegenuss aus meiner Perspektive. Der versprochene Humor ist in homöopathischen Dosen vorhanden, die Ausreden sind nicht wirklich kreativ und mäßig amüsant. Eine Allergie gegen Goldfische und grüne Haare bei blonden Mädchen sind Argumente, die ja auch nur kurzfristig wirken. Für übermüdete Mütter, die einfach mal was Oberflächliches zum Kichern brauchen kann das Buch tatsächlich eine gute Idee sein, für alle, die wirklich lachen wollen, glaube ich nicht.

Natürlich wünsche ich euch allen einen wunderschönen Nikolaustag! Wir feiern heute nicht nur Nikolaus von Myra und den zweiten Advent, sondern den ersten Geburtstag von Knopf. Da werde ich tatsächlich etwas wehmütig, denn er ist wirklich ein Großer und schon jetzt ein Lausbub. Grund genug heute zwei kleine, aber feine Preise zu verlosen. Der Moses Verlag, der so geniale Sachen hat und in mir schon einen richtigen Fan gefunden hat, unterstützt dieses Jahr meinen Adventskalendern mit ein paar Preisen. Heute gibt es darum für euch zwei tolle Lesezeichen vom Moses-Verlag, die euch so manche Lesestunde verschönern werden. Schreibt mir einfach, wie ihr den Nikolaustag verbringt und mit etwas Glück gewinnt ihr eines der Lesezeichen (und vielleicht noch eine kleine Überraschung dazu).

Kommentare

  1. Meinen Nikolaustag verbringe ich ruhig und entspannt. Da ich im Einzelhandel arbeite, nutze ich jede Gelegenheit, einen ruhigen Tag zu verbringen. Gemütlich mit Tee und Buch oder weihnachtlichen Bastelarbeiten, zu denen ich sonst nichtkomme.
    Übrigens ein toller Adventskalender. Vielen Dank dafür
    nikolausische Grüße
    Anja vom kleinen Bücherzimmer

  2. Rose

    Unseren Nikolaustag gestalten mein Mein und ich uns am Nachmittag schön gemütlich.Kaffee trinken, Kerzenlicht und ein schönes Buch…. im Hintergrund leise Weihnachtsmusik. Vormittags hat man ja doch immer noch etwas zu tun.

    In unserer Gegend kommt der „Herrscheklas“ und zwar immer am 1. Mittwoch im Dezember. So haben meine beiden Enkeltöchter da schon ein paar Kleinigkeiten bekommen. Heute haben sie ihren Nikolaus-Stiefel von den Eltern erhalten.
    So bringen wir die alte und neue Tradition den Kindern nahe.

Ich freu mich über eure Meinungen