02.12.2016: Sandra Schwarzer im weihnachtlichen Interview

Diese Jahr habe ich einen ganzen Batzen toller Interviews für euch und ich freue mich ja so darüber, dass auch Sandra Schwarzer mitgemacht hat. Ihr Debüt Shyla und das Amulett ist gerade im Scharzer Drachen Verlag erschienen, wo nächsten Februar auch meine Zeitlose erscheinen wird. Heute aber verrät sie nicht nur, wie es bei ihr 2017 weitergehen wird, sondern auch, wie sie sich mit dem Weihnachtfieber angesteckt hat und warum ich dabei zumindest Mitschuld trage.

Schreibtrieb: Im November gab es den ersten Schnee, die ersten  Plätzchen Ende August. Das Weihnachtsfieber grassiert. Bist du angesteckt?
Hat große Pläne: Sandra Schwarzer (Foto: Sandra Schwarzer)
Hat große Pläne: Sandra Schwarzer (Foto: Sandra Schwarzer)

Sandra: Na ja, noch nicht so richtig. Da bin ich vielleicht etwas altmodisch – ich möchte den Plätzchenduft im Advent riechen, das gibt so ein heimeliges Gefühl. Erinnerungen an die Kindheit werden wach, es ist immer noch eine sehr sentimentale Zeit, die zum Innehalten ermutigt.  Und Schnee – ja der ist nun mal am Schönsten, wenn man frei hat und gemütlich den Flocken vom warmen Zimmer aus zuschauen kann.

Schreibtrieb: Ich probiere ja jedes Jahr neue Rezepte aus. Letztes Jahr stand ich auf Kardamom im Schokoladenguss, dieses Jahr hab ich eher Lust auf Zitronentaler. Bei welcher weihnachtlichen Nascherei kannst du nicht widerstehen? Oder gibt es etwas, was du gar nicht magst? Ich beispielsweise kann Marzipan nicht ausstehen und mache einen weiten Bogen um Christstollen.

Sandra: Christstollen mag ich auch nicht. Wo ich grundsätzlich schwach werde, das sind Vanillekipferl und Makronen. Alle Makronen. Schoko, Datteln, Haselnuss, Kokos … Du liebe Zeit, mir läuft das Wasser im Mund zusammen … Ich korrigiere: Ich bin glaub ich seit eben doch angesteckt vom Vorweihnachts-Fieber.

Schreibtrieb: Dann aber schnell eine Kipferl als Medizin nehmen. Am besten Täglich drei Mal. Bei drei Kindern bekomme ich jedes Jahr wieder bekannte und neue Weihnachtsgedichte zu hören. Welches Gedicht versetzt dich so richtig in Weihnachtsstimmung? Oder ist es eher ein Lied/ ein Film? Und bei welchem weihnachtlichen Kulturgut möchtest du am liebsten davon laufen?

Sandra: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel finde ich sooooo schön! Das habe ich früher grundsätzlich am Heiligen Abend angeschaut, während im Ofen die Gans gebrutzelt hat. Inzwischen sind meine Kinder groß und es darf auch mal ein anderer Tag sein, aber der Film ist in der Weihnachtszeit ein Muss für mich.
„Last Christmas“ geht mir ehrlich gesagt Jahr für Jahr sehr schnell auf die Nerven – im Radio läuft ja auf allen Sendern fast nichts Anderes.

Schreibtrieb: Den Film kannte mein Mann bis vor zwei Jahre noch gar nicht. Eine große Bildungslücke, die ich da geschlossen habe. Dieses Jahr wird es in unserem Wohnzimmer richtig voll. Drei Kinder, vier Großeltern nebst Partnern (mein Mann und ich sind beides Scheidungskinder), Onkle, Patenonkel und unsere Katze. Wirst du an Weihnachten zum Familienmensch oder flüchtest du lieber in eine einsame Berghütte? Wie sieht dein perfekter Weihnachtsabend aus?

Sandra: Das ist jetzt interessant: Mein erster Gedanke war, Berghütte klingt toll. Der ganze Stress, die viele Esserei … Aber dann, beim Hineinfühlen in die Situation muss ich zugeben – ich würde mich verloren fühlen.
Also ja, ich werde an Weihnachten zum Familienmensch. Ich möchte meine Lieben am liebsten alle um mich haben.

Schreibtrieb: Keule hat dieses Jahr seinen Wunschzettel ganz alleine gemacht und hat ziemlich hohe Ansprüche ans Christkind. Was wünschst du dir dieses Jahr, materiell und ideell?

2Sandra: Haha – das übliche Klischee – dass im kommenden Jahr alle meine Träume und Pläne sich erfüllen, sowohl beruflich, als auch privat.
Aber am wichtigsten und schönsten wäre es, wenn ich mit meinem Mann ganz allein ein paar Tage Urlaub machen könnten. Das wünsche ich mir.

Schreibtrieb: Uhh, eine gute Idee. 2016 war in vielerlei Hinsicht bewegend – und nicht immer im positiven Sinne. Weihnachten ist auch die Zeit der Besinnung, Nächstenliebe und des Rückblicks auf das vergangene Jahr. Wo hattest du in dem ganzen Trubel, den Wahlergebnissen und Schicksalsschlägen, die die Welt für uns bereit hatte, denn deine Lichtblicke? Und was hat dich besonders bewegt?

Sandra: 2016 konnte ich endlich einige längst überfällige Entscheidungen treffen und dadurch die Weichen in meinem Leben neu stellen. Das ist auf jeden Fall eine enorme Erleichterung und somit eindeutig ein Lichtblick.

Schreibtrieb: Hand aufs Herz. Deine Bücher sind toll und gehören natürlich unter den Baum. Aber welches Buch/welche Bücher eines anderen Autors wird dieses Jahr bei deinen Weihnachtseinkäufen nicht fehlen?

Sandra: Da ich im Verlag beruflich bereits mein Lieblings-Genre Fantasy lese, (das ist so toll, der schönste Job, den ich mir vorstellen kann) stehe ich privat absolut auf Bücher aus der Erwachsenenbildung. Und zurzeit schwöre ich hier auf die Motivations-Bücher von Bodo Schäfer.

Schreibtrieb: Dein letztes Buch „Shyla und das Amulett“ ist quasi noch druckfrisch. Hat das Weihnachtsfest dich denn auch schon mal inspiriert, etwas zu schreiben?

Sandra: Ja, tut es. Ich werde sentimental und dann schreibe ich am besten Kurzgeschichten. Denn sonst wird der dritte Teil meiner „Shyla Reihe“, an dem ich im Augenblick schreibe, zu kitschig.

Schreibtrieb: Ich finde es immer wieder faszinierend, wie unterschiedlich Weihnachten sich doch am Ende literarisch äußert. Apropos Literatur. Auf welches Werk von dir dürfen wir uns denn für 2017 schon heute freuen?

9783940443007_200Sandra: 2017 wird der zweite Teil meiner Reihe Shyla und die Macht der Drachen erscheinen. Wenn ich fertig werde, eventuell auch bereits Teil drei. Außerdem werde ich in den Magischen Kurzgeschichten des Schwarzer-Drachen-Verlags, die ab 2017 vierteljährig erscheinen sollen und bei denen ich die Herausgeberin bin, auch jeweils mit einer kleinen Geschichte vertreten sein.
Und für zwei Bücher, einmal Geschichten um zwei Helden ( ein Held und eine Heldin genauer gesagt ) und einmal eine junge Frau und einen Dämon, mache ich die Illustrationen.  Das ist noch ganz neu für mich und macht wahnsinnig viel Spaß.

Schreibtrieb: Dann bin ich aber gespannt auf deine Zeichnungen und freue mich darauf, mit dir zusammen zu arbeiten.

Ich hoffe, euch hat das zweite Türchen und das erste weihnachtliche Interview 2016 gefallen – denn davon wird es noch jede Menge geben. Wenn ihr jetzt auch noch Lust habt, für das große Wochenpäckchen in den Lostopf zu hüpfen, kommentiert fleißig und beachtet die Teilnahmebedingungen für den Adventskalender.

Kommentare

  1. 00happy

    Ich bin ja froh, dass sich dieses weihnachtliche Interview nicht zu weihnachtlich liest. Stattdessen präsentiert sich Sandra Schwarzer sehr sympathisch, bodenständig – eben nicht abgehoben und auch nicht im Weihnachtsrausch. Das macht mich jetzt auch neugierig auf „Shyla und die Macht der Drachen“. Vor allem, wenn sie in der vorweihnachtlichen Stimmung lieber auf Kurzgeschichten switched anstatt die Drachenfortsetzung zu kitschig werden zu lassen. Ich musste doch schmunzeln!
    LG Jill

  2. Dieter

    Ein sehr sympathisches Interview – offen, nicht selbstverliebt, authentisch. Unter Buchautoren ist dies nicht selbstverständlich, daher umso mehr hervorzuheben! Sandras Debüt mit „Shyla und die Macht der Drachen“ war genauso gelungen und sehr angenehm zu lesen, absolut empfehlenswert – man darf gespannt sein, sowohl auf die weiteren Bücher von Sandra Schwarzer wie auch auf das aktuell stark ausgebaute Verlagsprogramm des „Schwarzer Drachen Verlags“, zu dem ich den beiden von Herzen viel Erfolg wünsche!

  3. Toll, wieder eine neue Autorin und ein neues Fantasy-Buch kennengelernt! Danke! Ich liebe Fantasy, traue mich aber ohne Empfehlung (von Menschen, die einen ähnlichen Buch-Geschmack haben wie ich) nicht so richtig an neue Bücher ran. Der Fantasy-Bereich ist sooo breit gefächert, und mit Prinzen hab ich´s nicht so. Da stehe ich schon mehr auf Drachen. haha
    Und auf Kekse habe ich jetzt auch total Lust! Ich suche noch ein Ultra-Mega-Schnelles-Keks-Rezept für die Kita-Kekse, die ich schnell nebenher backen könnte. Gibt es Tipps? 😀
    GlG vom monerl

        • Uhuh, Schreibtrieb wird zum Backtrieb^^
          100g gehackte Haselnüsse (bei Bedarf gehen natürlich auch Mandeln etc.)
          100g Rosinen
          1 Apfel (ca. 200 g)
          250g Butter
          200g Zucker
          1Tl Salz
          1 Pck. Vanillezucker o. gemahlene Vanille
          1/2 TL Zimt
          2 Eier
          200g Weizenmehl
          140g Vollkornmehl
          1TL Natron oder 2TL Backpulver (mit Natron werden sie fluffiger)
          100g kernige Haferflocken

          Nüsse mit Rosinen mischen, Äpfel schälen, entkernen, reiben. Backofen auf 160°C Heißluft vorheizen. Butter geschmeidig rühren, Zucker, Salz, Vanille und Zimt beimischen. Jedes Ei ca. 1/2 Minute lang unterrühren. Mehl mit Natron mischen und kurz auf niedrigster Stufe dazugeben. Zuletzt Äpfel, Rosinen, Nüsse und Haferflocken dazu. Teig mit zwei Esslöffeln auf das Backblech geben und leicht flach drücken. 12 Minuten backen. Dann sind sie noch fluffig und nicht kross, aber für Kinder genau richtig! Du kannst auch die Nüsse durch noch mehr Haferflocken ersetzen oder die Rosinen durch Schokostückchen. Bei uns waren die Kleinen ganz begeistert.

  4. Ich bin sehr froh, dass ich heute zufällig über dein Buchblog gestolpert bin: gerade noch rechtzeitig zum Adventskalender :). Das Interview ist wirklich sympathisch und offen und auch deine Rezensionen, durch dir ich mich grade klicke gefallen mit sehr. Insbesondere, dass du deine Meinung nicht bin Punkte/Sternevergabe einengen lässt. Da adde ich dich doch gerne in meinen Blogfeed und freue mich schon auf die anderen Adventskalendertexte und bin gespannt auf die Sammelpakete.

    LG, Verena

  5. Ich bin zwar kein Freund von Fantasybüchern. Ich mag lieber Krimis und Thriller. Aber das Interview hat mir sehr gut gefallen. Vielleicht schreibt Sandra Schwarzer irgendwann auch mal ein Krimi, den ich dann lese. Bis dahin werde ich dein tolles Keksrezept probieren.

Ich freu mich über eure Meinungen